Abo
  • Services:
Anzeige

Forscher: Microsofts BitLocker und Apples FileVault unsicher

Auch TrueCrypt und Linux betroffen

Computerwissenschaftler haben eine neue Methode entdeckt, mit der starke Verschlüsselungssysteme, die in Microsofts Bitlocker und Apples FileVault eingesetzt werden, umgangen und die vermeintlich sicheren Dateien gelesen werden können. In ihrem Paper beschreiben die neun Forscher, wie man die Daten aus dem Hauptspeicher des Rechners sowie den geheimen Schlüssel auslesen kann.

Es scheint keine einfache Möglichkeit zu geben, diesen Zugang zu verschließen, schreiben die Forscher selbst. Zu dem Kreis gehört neben Jacob Appelbaum und Seth Schoen sowie William Clarkson, William Paul, Ariel J. Feldman auch ein Team der Princeton Universität bestehend aus J. Alex Halderman und Nadia Heninger sowie Professor Ed Felten. Der Titel der Forschungsarbeit: "Lest We Remember: Cold Boot Attacks on Encryption Keys."

Anzeige

Ihre Methode greift die Verschlüsselung nicht direkt an - sondern setzt vielmehr auf einen RAM-Zugriff. Der Mechanismus ist so einfach wie das Booten eines Notebooks über ein Netzwerk oder über ein USB-Laufwerk. Der Inhalt wird dann auf die geheimen Schlüssel durchsucht.

Erwischt der Angreifer den Rechner, während er beispielsweise im Bildschirmschoner-Modus arbeitet oder sich im Sleep-Modus befindet, ist der Speicherinhalt im RAM intakt. Die Forscher teilten mit, dass ihre Technik erfolgreich sowohl gegen Apples FileVault als auch die BitLocker-Festplattenverschlüsselung von Microsoft eingesetzt werden kann, die in den Enterprise- und Ultimate-Versionen von Windows Vista eingebaut ist. Auch das Open-Source-Produkt TrueCrypt und das dm-crypt-Subsystem im Linux-Kernel ab 2.6 sind angreifbar.

Wäre es damit getan, dem Rechner ein Programm zum Speicher-Dump unterzuschieben, könnten Hardware-Hersteller Systeme beim Bootvorgang gegen solche Software abschotten. Die Forscher zeigen jedoch noch einen anderen Weg auf, um an die Daten aus dem RAM zu kommen. Mit einer Dose Druckluft kann man die Speicherbausteine so stark abkühlen, dass der Speicherinhalt für kurze Zeit erhalten bleibt. In dieser Zeit muss der Speicher ausgebaut und in einen anderen Rechner eingebaut werden. Bei minus 50 Grad Celsius konnten 99 Prozent der Speicherinhalte noch nach 10 Minuten ausgelesen werden - obwohl längst kein Refresh mehr stattfand. Beim Extremversuch mit flüssigem Stickstoff (-196 Grad Celsius) blieb der Speicherinhalt bis auf 0,17 Prozent sogar 60 Minuten bestehen.

Eine Verschlüsselung im Hauptspeicher und ein erschwerter Zugang zu den Speicherbausteinen sowie eine aktive Entfernung von Schlüsseln aus dem RAM beim Herunterfahren oder der Aktivierung des Sleep-Modus könnte künftig solchen Methoden einen Riegel vorschieben.


eye home zur Startseite
Besserwisser222 01. Mär 2008

Du hast ja mal überhaupt keinen Plan, wovon du schreibst, was?

uuuuu 25. Feb 2008

was heißt hier "wird"? es ist doch so, dass z.B. der fingerabdruck sich schon mit...

Interessierter... 22. Feb 2008

Hi, BitLocker speichert den Schlüssel im TPM-Chip des Mainboards, so vorhanden (bitte...

troopers 22. Feb 2008

man kann auch den pc in der wand einbetonieren, müssen die erstmal das haus mitm...

Loki Wotan 22. Feb 2008

Jaja, es geht darum, dass der Schlüssel unverschlüsselt im Ram liegt, wenn ich damit...




Anzeige

Stellenmarkt
  1. Novotechnik Messwertaufnehmer OHG, Ostfildern
  2. ORBIT Gesellschaft für Applikations- und Informationssysteme mbH, Bonn
  3. Regierungspräsidium Freiburg, Freiburg
  4. ALDI SÜD, Mülheim an der Ruhr


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 546,15€
  2. 169,00€

Folgen Sie uns
       


  1. Komplett-PC

    In Nvidias Battleboxen steckt AMDs Ryzen

  2. Internet

    Cloudflare macht IPv6 parallel zu IPv4 jetzt Pflicht

  3. Square Enix

    Neustart für das Final Fantasy 7 Remake

  4. Agesa 1006

    Ryzen unterstützt DDR4-4000

  5. Telekom Austria

    Nokia erreicht 850 MBit/s im LTE-Netz

  6. Star Trek Bridge Crew im Test

    Festgetackert im Holodeck

  7. Quantenalgorithmen

    "Morgen könnte ein Physiker die Quantenmechanik widerlegen"

  8. Astra

    ZDF bleibt bis zum Jahr 2020 per Satellit in SD verfügbar

  9. Kubic

    Opensuse startet Projekt für Container-Plattform

  10. Frühstart

    Kabelnetzbetreiber findet keine Modems für Docsis 3.1



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Calliope Mini im Test: Neuland lernt programmieren
Calliope Mini im Test
Neuland lernt programmieren
  1. Arduino Cinque RISC-V-Prozessor und ESP32 auf einem Board vereint
  2. MKRFOX1200 Neues Arduino-Board erscheint mit kostenlosem Datentarif
  3. Creoqode 2048 Tragbare Spielekonsole zum Basteln erhältlich

Tado im Langzeittest: Am Ende der Heizperiode
Tado im Langzeittest
Am Ende der Heizperiode
  1. Wemo Belkin erweitert Smart-Home-System um Homekit-Bridge
  2. Speedport Smart Telekom bringt Smart-Home-Funktionen auf den Speedport
  3. Tapdo Das Smart Home mit Fingerabdrücken steuern

Blackberry Keyone im Test: Tolles Tastatur-Smartphone hat zu kurze Akkulaufzeit
Blackberry Keyone im Test
Tolles Tastatur-Smartphone hat zu kurze Akkulaufzeit
  1. Blackberry Keyone kommt Mitte Mai
  2. Keyone Blackberrys neues Tastatur-Smartphone kommt später

  1. Re: Beweisen muss man das nicht unbedingt

    EhNickma | 21:17

  2. Re: Störende Kabel?

    /mecki78 | 21:16

  3. Re: Am markt vorbei?

    Ovaron | 21:04

  4. Bitch, please

    __destruct() | 21:01

  5. Re: Priv

    interlingueX | 21:00


  1. 18:08

  2. 17:37

  3. 16:55

  4. 16:46

  5. 16:06

  6. 16:00

  7. 14:21

  8. 13:56


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel