Bioshock und Portal sahnen bei den GDC-Awards ab
Los ging es mit der Verleihung der alternativen "Independent Game Festival Awards". Hierbei geht es um die Förderung unabhängiger Entwicklungsstudios, die meist noch recht neu und in der Regel eher klein sind. In sechs Kategorien wie "Bestes Browserspiel" oder "Publikumspreis" wurden jeweils 2.500 Dollar Preisgeld vergeben, der Hauptpreis war mit 20.000 Dollar dotiert. Gewonnen hat das Spiel Crayon Physics Deluxe von Kloonigames, ein zweidimensionales Puzzle-Spiel, das extrem auf Physik setzt.
Die weiteren Independent-Preisträger sind World of Goo (Innovations- sowie Technik-Award) von 2D Boy, Iron Dukes (Bestes Browserspiel) von One Ton Ghost sowie Audiosurf (Audio- sowie Publikumspreis) von Invisible Handlebar. Außerdem holte sich das Spiel Fez von Kokoromi den Grafikpreis der Independent Games Festival Awards.
Für "Best Technology" waren neben Crysis auch Halo 3, Call of Duty 4, Assassin's Creed und Portal nominiert. Der Preis ging an das grafisch aufwändige Crysis. Auch um den Preis "Best Visual Art" schlugen sich Assassin's Creed, Team Fortress 2, Crysis, Bioshock und der PS3-Exklusivtitel Uncharted: Drake's Fortune. Hier gewann das atmosphärische, aber düstere Bioshock.
Beim "Best Writing" hatten die Designer einmal mehr Portal nominiert, aber auch God of War 2, Mass Effect, Half-Life 2 Episode Two und Bioshock. Letzteres gewann auch diesen Preis. Die Nominierten für den besten Sound waren neben Call of Duty 4, Bioshock, God of War 2 und Mass Effect auch die ungewöhnliche Actionballerei Everyday Shooter. Bei diesem ersetzen Gitarrenriffs die Explosionsgeräusche, was zusammen mit dem Gitarren-Soundtrack eine interessante Wirkung erzielt. Sieger wurde jedoch Bioshock, das damit den dritten "Sekundärtugend"-Preis einheimsen konnte.
In Sachen "Innovation" hatten die Designer neben den üblichen Verdächtigen Portal und Mass Effect auch den Xbox-360-Titel Rock Band sowie Flow und Peggle nominiert. Portal gewann. Das beste Handheld-Game wurde Zelda; Phantom Hourglass; zur Wahl standen außerdem Phase, Contra 4, Peggle (für iPod) und Puzzle Quest: Warlords. Bei den Downloadspielen gewann Flow, vor Everyday Shooter, Pac-Man Championship und Puzzle Quest: Warlords.
Fünf "Best Debut"-Spiele standen ferner zur Wahl, The Witcher (von CD Projekt), Everyday Shooter (Queasy Games), Aquaria (Bit Blot), Flow (ThatGameCompany) und Crackdown (Real Time Worlds). Sieger wurde Crackdown, ein Actionspiel, bei dem praktisch alles Inventar der Spielwelt (einer Stadt) als Waffe benutzt werden kann.
Neben den Spielen wurden mehrere Einzelpersonen für ihre langjährigen Verdienste ausgezeichnet: Der "Ambassador"-Preis ("als Advokat für die Games-Industrie und Kämpfer gegen spielehassende Rechtsanwälte") wurde Jason Della Rocca verliehen, der "Lifetime Achievement Award" ging an Spieleguru Sid Meier. Den größten Applaus erhielt ein anderer: Ralph Baer, der als Erfinder der Spielekonsole an sich gilt und auch die erste Light Gun entwickelt hat, wurde als "Pionier" der Spiele-Industrie gewürdigt.
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