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Sony ODO - Kurbelnd und rollend zum Foto und Video

Umweltfreundliches Produktdesign. Sony hat in Berlin im Rahmen einer Presseveranstaltung zum Thema Umweltschutz nicht nur auf die eigenen Bemühungen hingewiesen, sondern auch seine Design-Studie ODO gezeigt. Die Prototypen stellen energiesparendes, umweltfreundliches elektronisches Spielzeug dar – aufgeladen wird es durch Bewegung, zusätzliche Energie kann ein Solarakku bereitstellen.
/ Christian Klaß
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Zwar sprach Sony von Prototypen, gezeigt wurden aber nur nicht funktionsfähige ODO-Modelle, wie sie auch auf Veranstaltungen in den USA und Japan bereits zu sehen waren. Insgesamt fünf verschiedene Geräte umfasst das ODO-Sortiment, das zwar nicht in Produktion gehen, aber die Phantasie von Sonys eigenen Entwicklern beim Design von nachhaltigen Produkten anregen soll.

So stellt "Spin N'Snap" eine einfache Digitalkamera dar, deren Linse erst beim Auseinanderziehen des Gehäuses sichtbar wird. Die beiden Löcher links und rechts von der Linse dienen nicht nur als einfacher Bildsucher, sondern auch zum mechanischen Aufladen mit Hilfe der beiden Zeigefinger und kreisförmigen Handbewegungen. Pro Ladung, für die nur ein paar Handbewegungen nötig sind, soll ein Foto geknipst werden können. Aus Energiespargründen wurde auf ein Display verzichtet.

Sony Odo – Spin N'Snap
Sony Odo – Spin N'Snap (00:40)

Mit "Crank N'Capture" hingegen lassen sich kurze Videos drehen, die laut Sony bewusst nicht flüssig ablaufen, sondern aufgrund ihrer geringen Bildrate eher an ein Daumenkino erinnern. Wie es der Name andeutet, wird die Videokamera über eine kleine Handkurbel aufgeladen, die allerdings beim Modell nicht funktionsfähig war – wie es auch im Video zu sehen ist. Es gibt drei Kurbelmodi: einen zum Aufnehmen, einen zur Wiedergabe und einen zum Aufladen.

Sony Odo – Crank N'Capture
Sony Odo – Crank N'Capture (00:46)

Zum Betrachten der Bilder und Videos hat Sony das "Push Power Play" erfunden – das Gerät stellt die mit Crank N'Capture und Spin N'Snap erstellten Aufnahmen auf einem eigenen Display dar.

Sony Odo – Push Power Play
Sony Odo – Push Power Play (00:32)

Auf der Oberseite des Gehäuses sitzen drei Bedienknöpfe (Vor, Wiedergabe, Zurück) und auf der Unterseite eine Rolle zur Energieerzeugung.

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Wenn die durch das Rollen erzeugte Energie nicht ausreicht, kann die "Juice Box" an das Push Power Play angeschlossen werden. Dabei handelt es sich um einen mittels Sonnenenergie aufgeladenen Akku. In einem schützenden Gehäuse sitzen ausklappbare, flexible Solarpanele. Mit kleinen Saugnäpfen lässt sich die Juice Box am Fenster anbringen, um sich dort aufzuladen.

Sony Odo – Juicebox
Sony Odo – Juicebox (00:08)

"Pull N'Play" schließlich ist ein FM-Radio im Kopfhörer. Aufgeladen wird das Gerät mittels einer Zugschnur, die seitlich neben einem der Lautsprecher zu finden ist. Eine MP3-Player-Funktion ist nicht integriert.

Sony Odo – Pull N'Play
Sony Odo – Pull N'Play (00:42)

Die Farbgebung und das Design der ODO-Modelle und -Prototypen unterscheidet sich bewusst vom üblichen Sony-Design. Zudem kommen umweltfreundliche, teils recycelte Materialien zum Einsatz.

Energieerzeugung mit Handkurbeln ist zwar nichts Neues, Radios und Taschenlampen mit entsprechenden Auflademöglichkeiten gibt es schon seit längerem. Sony geht es jedoch darum, auch digitale Produkte nachhaltiger zu gestalten und neue Anwendungsgebiete zu finden. Ab wann durch ODO inspirierte Elektronik in den Handel kommen wird, bleibt abzuwarten.


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