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ZZZPhone - Mobiltelefon à la Dell

Konfigurierbares Smartphone vorgestellt. Das Unternehmen ZZZPhone bietet unter gleichem Namen ein Windows-CE-Smartphone an, das bei der Bestellung konfiguriert werden kann. Der Nutzer kann etwa einen GPS-Empfänger integrieren, einen Akku mit höherer Kapazität oder auch eine Kamera mit höherer Auslösung auswählen. Das erhöht dann den Preis des Mobiltelefons, soll aber alle Kundenwünsche abdecken.
/ Ingo Pakalski
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Dell hat es vorgemacht und ZZZPhone versucht das Konzept des PC-Herstellers zu kopieren. Bei Dell können Desktop-Rechner und Laptops bei der Bestellung in der Konfiguration verändert werden, um etwa mehr Speicher, eine größere Festplatte oder einen schnelleren Prozessor zu bekommen, als es das Standardpaket liefert. So soll es auch beim ZZZPhone sein, allerdings ist eher unwahrscheinlich, dass sich das Konzept im Mobilfunkmarkt durchsetzen wird.

Denn im Handymarkt werden die Geräte meist subventioniert verkauft, indem die Kunden einen 2-Jahresvertrag mit einem Netzbetreiber abschließen und im Gegenzug ein Mobiltelefon für einen geringen Preis oder sogar ganz umsonst erhalten. Da es das ZZZPhone nur ohne Vertrag gibt, erscheint das Handy im direkten Vergleich somit als teuer. In der Standardausführung wird das Smartphone für 149,- US-Dollar angeboten.

In der Basisausführung erhält der Käufer ein ZZZPhone mit einer 3-Megapixel-Kamera samt 10fachem Digitalzoom und eine SD-Card mit 2 GByte. Beim Kauf kann der Kunde aber auch eine 5-Megapixel-Kamera erhalten, die dann den Gerätepreis um 39,- US-Dollar nach oben treibt. Entscheidet man sich für eine 7-Megapixel-Kamera, wird das Mobiltelefon 95,- US-Dollar teurer. Für einen Aufpreis von 11,- US-Dollar gibt es ein Kameralicht und eine zweite Kamera auf der Vorderseite kostet 18,- US-Dollar zusätzlich. Wenn hingegen ganz auf eine Kamera verzichtet wird, reduziert sich der Gerätepreis um 11,- US-Dollar.

Statt des Standardakkus mit 1.800 mAh kann eine größere Variante mit 2.200 mAh zum Preis von 29,- US-Dollar dazubestellt werden. Den normalen Akku gibt es dann wohl dazu – jedenfalls lässt dies die Bezeichnung "extra" vermuten. Mit dem Standardakku soll eine Sprechzeit von bis zu 6 Stunden möglich sein, die Stand-by-Zeit wird mit 6 Tagen angegeben. Wie sich die Laufzeiten durch den größeren Akku verlängern, ist nicht bekannt.

Ansonsten kann das Smartphone mit einem GPS-Empfänger bestellt werden. Hierbei ist aber unklar, ob das GPS-Modul in das Mobiltelefon integriert oder ob es als externes Gerät geliefert wird. In jedem Fall kostet die GPS-Option 119,- US-Dollar zusätzlich. Ein kombinierter TV- und UKW-Empfänger schlägt mit 49,- US-Dollar zu Buche. Auch dazu ist nicht bekannt, ob die Technik eingebaut wird oder ob es sich um eine externe Erweiterung handelt. Auch was ZZZPhone unter TV-Empfang versteht, bleibt nebulös, weil keine Angaben zur Technik vorliegen.

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Anders als der Hersteller auf der Webseite suggeriert, lässt sich der interne Speicher nicht aufstocken, der immer 512 MByte an Daten fasst. Der Nutzer hat nur die Wahl, das ZZZPhone mit einer 2-GByte- oder einer 4-GByte-SD-Card zu bestellen. Standardmäßig wird eine 2-GByte-Karte mitgeliefert. Entscheidet man sich für das 4-GByte-Modell, erhöht sich der Preis um 50,- US-Dollar. Zudem kann das Mobiltelefon Skype-tauglich gemacht werden, was mit recht teuren 36,- US-Dollar zu Buche schlägt, indem ein passender Client vorinstalliert wird.

Ferner können MP3-Dateien, Videos, Spiele oder Software vorinstalliert werden. Während Songs pro Stück 1,69 US-Dollar kosten, gibt es MP4-Filme für jeweils 2,50 US-Dollar. Die Preise für Spiele und Software verrät der Hersteller erst auf Anfrage. Für 50,- US-Dollar zusätzlich liegt ein Bluetooth-Headset bei und ein Kfz-Ladegerät gibt es für 7,- US-Dollar.

Ansonsten lässt sich das äußere Erscheinungsbild des Mobiltelefons gegen Aufpreis ändern. So sind für 10,- US-Dollar andere Gehäusefarben möglich, die Standardfarbe ist Schwarz. Ein eigenes Logo auf dem Gehäuse kostet 39,- US-Dollar und ein spezieller Schriftzug schlägt mit 29,- US-Dollar zu Buche. Das ZZZPhone im Gold-Look verteuert das Mobiltelefon um insgesamt 48,- US-Dollar. Ein Spritzwasserschutz erhöht den Gerätepreis um 7,- US-Dollar.

Unverändert bleibt immer das Touchscreen, zu dem weder Auflösung noch Größe oder Farbtiefe bekannt sind, sowie das Betriebssystem WindowsCE 6 for Mobile von Microsoft. Auch die Maße von 106 x 48 x 18 mm bleiben immer gleich, nur das Standardgewicht von 110 Gramm wird wohl ansteigen, wenn viele zusätzliche Komponenten integriert werden.

Das Smartphone arbeitet in Europa in den drei GSM-Netzen 900, 1.800 sowie 1.900 MHz und unterstützt GPRS sowie Bluetooth. Auf UMTS oder gar HSDPA oder EDGE muss der Nutzer verzichten. Diese Techniken stehen auch nicht als Aufrüstoption bereit. Als Besonderheit nimmt das Mobiltelefon zwei SIM-Karten auf, so dass etwa berufliche und private Telefonate einfach auseinander gehalten werden können, indem jeweils separate SIM-Karten verwendet werden.

Während das ZZZPhone in der Basisausstattung für 149,- US-Dollar angeboten wird, springt der Preis massiv nach oben, wenn alle Optionen aktiviert werden. Mit allem technisch Möglichen muss der Käufer dann schon 484,- US-Dollar hinlegen. Dabei ist nicht einmal ein leistungsfähigerer Akku oder ein angepasstes Gehäuse dabei.


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