Sony will OLED-Fernseher bis 2010 massentauglich machen
Nach eigenen Angaben forscht Sony bereits seit 1994 an OLED-Techniken und glaubt inzwischen fest daran, dass diese Displays der kommende Standard werden. Daher will der Konzern nun ab Herbst 2008 bis zum Frühling 2010 insgesamt umgerechnet rund 138 Millionen Euro in ein Werk im japanischen Ort Higashiura stecken.
Dort sollen die kompletten Displays hergestellt werden, nicht aber die fertigen Geräte. Die Substrate sind 600 x 720 Millimeter groß, wie schon bei LCDs können aber mehrere dieser Panels ein Display bilden. So ist auch ein auf der CES 2008 gezeigter Prototyp mit 27 Zoll Diagonale aus vier Panels zusammengesetzt. Sony hofft, in Higashiura bis zum ersten Quartal 2010 die Serienfertigung von OLED-Displays in konkurrenzfähiger Größe aufnehmen zu können.
Konkrete Daten nannte das Unternehmen noch nicht; geht man vom LCD-Boom aus, dürften mit den "größeren" Displays Geräte der meistverkauften Klassen von 32 bis 40 Zoll gemeint sein. Bis mit einem 40-Zoll-OLED-TV gerechnet werden kann, könnten allerdings durchaus noch 5 Jahre vergehen, wie Sonys europäischer Fernsehgeräte-Produktmanager Tim Page anlässlich einer Presseveranstaltung in Berlin schätzte. Deswegen seien OLEDs derzeit für Sony nur eine Ergänzung zum LCD. Bei 8 Stunden Laufzeit pro Tag sollen die neuen OLED-Displays eine Lebensdauer von 10 Jahren erreichen.