Phishing statt "Geld oder Leben"
Große Gefahr gehe laut Herrmann dabei vor allem von "Phishern" aus. "In betrügerischer Absicht werden Bankkunden mit täuschend echt aufgemachten E-Mails dazu veranlasst, über einen Link vermeintliche Internetseiten von Banken aufzurufen. Dort sollen dann persönliche Daten wie Zugangsdaten, Passwörter oder Ähnliches eingegeben werden – angeblich aus Sicherheitsgründen oder um Datenabgleiche auszuführen. Tatsächlich landen die Kunden aber keineswegs auf echten Bankseiten, sondern vielmehr auf gefälschten Internetseiten", warnte Herrmann in Nürnberg.
Im Jahr 2006 wurden in Bayern nach Angaben von Herrmann 670 Fälle dieser Form des Online-Betruges angezeigt. Besonders schwierig gestalteten sich dabei die Ermittlungen, wenn die Täter aus dem Ausland agierten, so der Innenminister.
Der Minister gab deshalb Nutzern eine Reihe von Sicherheitsratschlägen(öffnet im neuen Fenster). Neben allgemeinen Tipps wie den Computer mit Virenscannern zu sichern oder Javascript zu deaktivieren, riet Herrmann insbesondere beim Online-Banking zur Vorsicht. Dazu gehöre etwa, "die gesamte Internetadresse (URL) ihrer Bank direkt in die Adressezeile" einzugeben oder den Browser zu schließen, "falls die gewünschte Website in der Regel eine Authentifizierung verlangt und plötzlich ohne eine solche auszukommen scheint."
Außerdem forderte Herrmann die Nutzer noch einmal eindringlich auf, "niemals Kontonummern, Passwörter oder andere geheime Daten nach einer Mail-Aufforderung" herauszugeben, da seriöse Banken und Unternehmen "ein solches Vorgehen aus Sicherheitsgründen nie wählen."
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