Haustechnik hört aufs Wort
Auf dem Stand c40 in Halle 9 können Besucher per Sprachbefehl z.B. so profane Anwendungen wie "Rollladen bedienen" und "Heizung regulieren" steuern. Das Licht im gesamten Haus und in einzelnen Räumen lässt sich durch einfache Sprachbefehle ein- und wieder ausschalten. Auch die Musikbeschallung lässt sich regeln.
Eigentlich nichts, was man nicht auch per Hand machen könnte, doch was ist, wenn die Fernsteuerung solcher einfachen Tätigkeiten nicht mehr ein reiner Komfort, sondern notwendig wird? Hier setzt das EML an und setzt auch auf den demografischen Wandel, der der Wirtschaft auch neue Kundenstrukturen beschert. Die Steuerung von Technik durch Sprache ist aber auch für behinderte Menschen, zum Beispiel für Blinde, eine interessante Alternative.
An einem Vorführgerät zeigt das Heidelberger Forschungsunternehmen, wie Sprachsteuerung für das Haus heute schon funktioniert. Das Terminal wurde gemeinsam mit der CIBEK GmbH erstellt. "Diese Anwendungen sind keine Spielerei, sondern eine Hilfe für Menschen, deren Bewegungsradius eingeschränkt ist, die aber dennoch auf Lebensqualität nicht verzichten wollen", so EML-Forschungs- und Entwicklungsleiter Dr. Siegfried Kunzmann.
Die European Media Laboratory GmbH (EML) ist ein privates IT-Forschungsinstitut, das von SAP-Mitbegründer Klaus Tschira ins Leben gerufen wurde.
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