S3 Chrome 400: Neue GPUs mit DirectX-10.1 und HD-Decoder
Ursprünglich sollte Chrome 400 schon Ende 2007 als Nachfolger des ChromeS20 erscheinen, nun hat VIA seine neuen Grafikprozessoren erst kurz vor der CeBIT 2008 angekündigt – kann aber noch keine Hersteller nennen, welche die neuen Chips in ihren Produkten anbieten wollen. Auch wann die Serienfertigung aufgenommen wird, steht noch nicht fest.
Nach den wenigen bisher vorgelegten technischen Daten ist die Serie Chrome 400 als Lowcost-Lösung gedacht und dürfte damit gegen AMD Radeon HD 3450 und Nvidias 8400-Serie positioniert werden. Dafür spricht unter anderem das nur 64 Bit breite Speicherinterface des Chrome 400. Auch eine mit AMDs "HyperMemory" oder Nvidias "TurboCache" vergleichbare Funktion von Lowcost-Karten unterstützt VIA als "AcceleRam". Die Grafikkarten kommen dadurch mit sehr wenig lokalem Speicher aus und können diesen durch Zugriffe auf den Hauptspeicher via PCI-Express-2.0 erweitern.
Die 3D-Architektur seiner neuen GPU umreißt VIA bisher auch nur grob: Unified-Shaders sollen es sein, wie viele, behält der Chip-Hersteller noch für sich. Die Recheneinheiten sollen schon DirectX-10.1 beherrschen, was jedoch erst mit dem Service Pack 1 für Windows Vista zur Verfügung steht.
Dafür ist aber die Schnittstellenunterstützung recht breit: Neben dem obligatorischen VGA und DVI samt Dual-Link können die Chrome-400-Chips ihre Daten auch per HDMI und DisplayPort weitergeben. Ist ein Display per HDMI angeschlossen, so reichen die VIA-Karten auch den Ton durch, dafür bieten die GPUs eigene Logik. Das bietet bisher nur AMD mit seinen HD-3000-Karten im Lowcost-Segment an.
Zwei verschiedene Versionen des Chrome-400 plant VIA, sie tragen die Modellnummern 440 und 430. Worin sie sich unterscheiden, ist noch nicht bekannt.
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