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Stallman fordert freie Software in Schulen

GNU-Begründer auf Vortragstour

Im Vorfeld seines heutigen Vortrags in Berlin gab der Gründer des GNU-Projektes, Richard Stallman, bereits eine Einführung in freie Software und forderte abermals den Einsatz freier Software in Schulen und Regierungen. In den nächsten Tagen wird er einige Vorträge in Europa halten.

Artikel veröffentlicht am , Julius Stiebert

Stallman in Berlin
Stallman in Berlin
Nach einer Einführung in die Geschichte der GNU-Bewegung forderte ein sichtlich müder Stallman, freie Software in Schulen zu verwenden, nur so könne man Kinder zu freien Bürgern erziehen. Den Einsatz proprietärer Software verglich Stallman damit, Kindern Suchtmittel einzuflößen. Sie würden sich nicht nur an proprietäre Software gewöhnen, sondern abhängig werden davon und somit in ihrer Freiheit eingeschränkt. Als positives Beispiel hob er jedoch unter anderem Extremadura vor. Die zu den ärmsten Regionen Spaniens zählende autonome Gemeinschaft setzt Linux unter anderem in Schulen ein.

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Aber auch Regierungen sollten nach Stallmans Meinung unbedingt auf freie Software setzen, da dies zur Verantwortung gegenüber ihren Bürgern gehören würde. Zudem betrachtet der GNU-Anführer den Einsatz freier Programme als Beitrag zur Wahrung der Menschenrechte - Firmen wie Microsoft hingegen würden Diktaturen repräsentieren. So kam er auch auf das Thema DRM zu sprechen, das er als "Digital Restriction Management" aufschlüsselte. Stallman sieht dahinter eine Verschwörung und in der Nutzung von DRM-Techniken eine kriminelle Handlung, die seiner Ansicht nach mit Gefängnisstrafen geahndet werden müsse. Da es auch in Europa DRM gibt, sieht er ferner die Europäische Union nicht als demokratische Staatengemeinschaft an - diese sei vielmehr ein Vehikel großer Firmen.

Angesprochen auf Googles Android-Plattform war Stallman sich allerdings nicht sicher, ob diese vom Suchmaschinenanbieter als offen bezeichnete Plattform vorteilhaft ist. Es könne durchaus nützlich werden, so Stallman, wenn man jedoch ein freies Mobiltelefon suche, solle man sich an das OpenMoko-Projekt halten - nur dies entspräche seiner Definition von Freiheit. Wann dieses ein erstes Gerät auf den Markt bringt, wollte Stallman allerdings nicht konkret beantworten, es werde aber sehr bald so weit sein.

Richard Stallman hält am heutigen 18. Februar 2008 ab 19 Uhr einen Vortrag zur Philosophie und Geschichte freier Software im Atrium des Media Centre, Johannisstraße 20, 10117 Berlin (Kosten: 5,- Euro). In den nächsten Tagen wird er zudem noch in Jena, Frankreich und Schweden sprechen.



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Lagermeister 23. Feb 2008

Sag nicht, du willst chinesische (asiatische?) Schulverhältnisse...Da würden sich hier...

Lagermeister 23. Feb 2008

Vorinstalliert kommen sie z.B. von den Firmen, die die Schulen noch immer als...

vergeben 19. Feb 2008

Kann ich gut nachvollziehen. ;)

Fischersfritten 19. Feb 2008

Troll Paul Lämmerhirt schrieb einen Scheißendreck...

so_isses 19. Feb 2008

eben!


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