Stallman fordert freie Software in Schulen
Aber auch Regierungen sollten nach Stallmans Meinung unbedingt auf freie Software setzen, da dies zur Verantwortung gegenüber ihren Bürgern gehören würde. Zudem betrachtet der GNU-Anführer den Einsatz freier Programme als Beitrag zur Wahrung der Menschenrechte – Firmen wie Microsoft hingegen würden Diktaturen repräsentieren. So kam er auch auf das Thema DRM zu sprechen, das er als "Digital Restriction Management" aufschlüsselte. Stallman sieht dahinter eine Verschwörung und in der Nutzung von DRM-Techniken eine kriminelle Handlung, die seiner Ansicht nach mit Gefängnisstrafen geahndet werden müsse. Da es auch in Europa DRM gibt, sieht er ferner die Europäische Union nicht als demokratische Staatengemeinschaft an – diese sei vielmehr ein Vehikel großer Firmen.
Angesprochen auf Googles Android-Plattform war Stallman sich allerdings nicht sicher, ob diese vom Suchmaschinenanbieter als offen bezeichnete Plattform vorteilhaft ist. Es könne durchaus nützlich werden, so Stallman, wenn man jedoch ein freies Mobiltelefon suche, solle man sich an das OpenMoko-Projekt halten – nur dies entspräche seiner Definition von Freiheit. Wann dieses ein erstes Gerät auf den Markt bringt, wollte Stallman allerdings nicht konkret beantworten, es werde aber sehr bald so weit sein.
Richard Stallman hält am heutigen 18. Februar 2008 ab 19 Uhr einen Vortrag zur Philosophie und Geschichte freier Software(öffnet im neuen Fenster) im Atrium des Media Centre, Johannisstraße 20, 10117 Berlin (Kosten: 5,- Euro). In den nächsten Tagen wird er zudem noch in Jena, Frankreich und Schweden sprechen.
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