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Neues Centrino zur Computex 2008, Mini-CPUs erst später

Roadmap für Intels Mobil-Prozessoren aufgetaucht. Intels bisher unter dem Codenamen "Montevina" bekannte Notebook-Plattform wird Berichten aus Taiwan zufolge auf der dortigen Messe Computex im Juni 2008 auf den Markt gebracht. Erst danach sollen im dritten Quartal 2008 die lange angekündigten Prozessoren im Mini-Gehäuse erscheinen.
/ Nico Ernst
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Über die nun aktualisierte Mobil-Roadmap berichtet(öffnet im neuen Fenster) das taiwanische Branchenblatt DigiTimes unter Berufung auf namentlich nicht genannte Notebook-Hersteller. Intel hatte Montevina bereits im April 2007 auf dem IDF in Peking angekündigt , Kern sind neue Chipsätze und Funkmodule mit WiMax-Unterstützung sowie die ersten mobilen Quad-Core-Prozessoren. An der Architektur der CPUs ändert sich jedoch vorerst nichts, sie basiert auf den mobilen Penryns, die seit Anfang 2008 als " Santa Rosa Refresh " schon in Notebooks ausgeliefert werden.

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Neben den fünf schon verfügbaren Notebook-Penryns plant Intel laut DigiTimes für den Montevina-Start sechs neue 45-Nanometer-Prozessoren, die 2,26 bis 3,06 GHz schnell sein sollen und einem neuen Namensschema folgen. Gegenüber den beiden Santa-Rosa-Generationen wurde der FSB auf effektiv 1.066 MHz beschleunigt, die aktuellen CPUs sind mit FSB800 ausgestattet. Die Desktop-Prozessoren von Intel arbeiten bis dahin schon vermehrt mit FSB1600. Ob zum Start auch schon Quad-Cores angeboten werden, ist noch nicht bestätigt.

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Weitere sieben für Montevina gedachte Prozessoren sollen nach den Informationen von DigiTimes erst im dritten Quartal 2008 folgen. Sie sind als "Small Form Factor" gebaut, stecken also in deutlich kleineren Chip-Gehäusen. Intel hatte diese Bauform, die nur noch ein Drittel der bisher für Mobil-Prozessoren üblichen Grundfläche belegt, ebenfalls bereits gezeigt . Ein erster Vertreter dieser SFF-CPUs steckt in Apples MacBook Air , es handelt sich aber mit 1,6 oder 1,8 GHz um einen recht langsamen Core 2 Duo.

Bisher waren die SFF-Penryns noch für das zweite Quartal 2008 erwartet worden. Doch darüber dürfte das letzte Wort noch nicht gesprochen sein, denn Intel nutzte schon in den letzten drei Jahren stets die CeBIT für überraschende Notebook-Ankündigungen.

Neben den neuen Produkten plant Intel dem DigiTimes-Bericht zufolge auch, den Markennamen seiner Notebook-Plattform zu erneuern. Das bisher dort genannte "Centrino 2" stellt jedoch keine Revolution dar – wenn Intel sich für diesen Namen entscheiden sollte. Bereits im vergangenen Jahr hatte der Chip-Hersteller neben "Centrino Duo" auch " Centrino Pro " als Marke für Business-Notebooks mit Fernwartungsfunktionen eingeführt. Das erste Logo mit der von Intel selbst als "Schmetterling" bezeichneten Grafik ist längst abgeschafft.

Die Marke "Core 2" dürfte mit "Centrino 2" noch einige Zeit aktuell bleiben. Tatsächlich befinden sich Intels Notebook-Plattformen – ohne die kleinen "Refreshs" mitzuzählen – aber bereits in der vierten Generation.


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