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100 Millionen US-Dollar für SCO

Investor will SCO ermöglichen, alle juristischen Ansprüche durchzusetzen. SCO hat einen neuen Investor gefunden, der bis zu 100 Millionen US-Dollar in das Unternehmen stecken will. Damit soll das Unternehmen restrukturiert und aus dem Insolvenzverfahren herausgeführt, neue Produkte veröffentlicht und alle bestehenden juristischen Auseinandersetzungen bis zum Ende ausgefochten werden.
/ Jens Ihlenfeld
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Mit seinem Kampf gegen Linux und einer Milliardenklage gegen IBM hat SCO für viel Aufsehen gesorgt. SCO behauptete, IBM habe Code aus Unix in Linux integriert und so gegen die Rechte verstoßen, die SCO an Unix hält. Im August 2007 urteilte US-Bezirksrichter Dale Kimball allerdings, dass nicht SCO, sondern Novell das Urheberrecht an Unix besitzt, einen Monat später meldete SCO Gläubigerschutz nach Chapter 11 an.

Wer nun dachte, damit sei SCO am Ende, der irrt. Der Finanzinvestor Stephen Norris Capital Partners (SNCP) will bis zu 100 Millionen US-Dollar in SCO investieren und das Unternehmen von der Börse nehmen. Zwar hat die Nasdaq SCO ausgeschlossen, doch die Aktien werden noch im ungeregelten Markt gehandelt, das Unternehmen dabei mit etwa 1,75 Millionen US-Dollar bewertet.

SNCP will SCO als Mehrheitseigentümer restrukturieren und im kommenden Jahr aus dem Insolvenzverfahren (Chapter 11) herausführen. Zudem soll so der Support für SCOs Unix-Produkte gesichert sein und diese weiterentwickelt werden. Auch neue Produktlinien für global agierende Kunden sollen vorgestellt werden.

In einem Satz der Ankündigung heißt es allerdings: Der Reorganisationsplan werde SCO in die Lage versetzen, alle rechtlichen Ansprüche vollständig durchzusetzen. Gut möglich, dass SCO mit SNCP im Rücken die Verfahren um Linux erneut aufrollen will.

SNCP-Gründer Stephen Norris spricht von SCO als einer unglaublichen Investitionsmöglichkeit. Norris gründete einst zusammen mit Partnern die Carlyle-Group. Sie zählt heute zu den größten Finanzinvestoren weltweit und verwaltet über 75 Milliarden US-Dollar.


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