Zum Hauptinhalt Zur Navigation Zur Suche

Lockheed baut Biometrie-Datenbank für das FBI

Auftrag für bis zu eine Milliarde US-Dollar vergeben. Der amerikanische Luftfahrtkonzern Lockheed Martin wird für die amerikanische Bundespolizei FBI eine Biometrie-Datenbank einrichten. In der Datenbank, die als die größte Datenbank zur Verbrechensbekämpfung gilt, sollen Finger- und Handabdrücke, Iris-Muster, Gesichtsform, Narben und Tätowierungen von Verdächtigen gespeichert werden.
/ Werner Pluta
22 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)

Zunächst erhielt die Transport- und Sicherheitslösungssparte von Lockheed einen Auftrag über ein Jahr in Höhe von umgerechnet 27,5 Millionen Euro. Insgesamt soll das Projekt eine Laufzeit von zehn Jahren haben. Werden alle zehn Optionen ausgeübt, verdient Lockheed mit diesem Geschäft etwa 1 Milliarde US-Dollar, umgerechnet rund 690 Millionen Euro. Neben Lockheed hatten sich auch der Rüstungskonzern Northrop Grumman und IBM um den Auftrag beworben.

Das neue System ist ein Ausbau des "Integrated Automated Fingerprint Identification System" (IAFIS) des FBI. Nach Angaben des FBI-Beamten Thomas E. Bush III werden in dem neuen System die gleichen Verdächtigen erfasst wie in dem bereits existierenden. Das sind bekannte Kriminelle, bekannte oder verdächtige Terroristen sowie Bürger anderer Länder, die wegen eines Verbrechens oder einer Verletzung der Einreisebestimmungen verurteilt wurden. Es kommen lediglich neue biometrische Merkmale hinzu.

Bush bezeichnete IAFIS als ein "fantastisches Mittel zur Unterstützung der Strafjustiz und im Kampf gegen den Terror". Das neue System werde der Bundespolizei noch deutlich mehr und bessere Möglichkeiten zur Verfügung stellen.


Relevante Themen