Zypries: Ordnungsgeld oder Haft wegen Webserver-Logfiles?

Patrick Breyer verschärft Vorgehen gegen die Protokollierung von IP-Adressen

Der Jurist Patrick Breyer verschärft sein Vorgehen gegen die Aufzeichnung von IP-Adressen in Server-Logfiles. Vor dem Amtsgericht Berlin-Mitte erwirkte er einen Beschluss (Az. 5 C 314/06), durch den Bundesjustizministerin Brigitte Zypries ein Ordnungsgeld von bis zu 250.000 Euro oder bis zu sechs Monate Ordnungshaft drohen.

Artikel veröffentlicht am ,

Breyer hat im März 2007 vor dem Amtsgericht Berlin-Mitte ein rechtskräftiges Urteil erwirkt, das dem Bundesjustizministerium untersagt, "[personenbezogene] Daten des Klägers, die im Zusammenhang mit der Nutzung des Internetportals 'http://www.bmj.bund.de' übertragen wurden, über das Ende des jeweiligen Nutzungsvorgangs hinaus zu speichern". Breyer sieht durch die Aufzeichnung von IP-Adressen in Webserver-Logfiles dieses Urteil verletzt.

Nach Ansicht von Breyer verstößt die verbreitete Aufbewahrung von IP-Adressen gegen das "Recht auf informationelle Selbstbestimmung". Anhand der Daten sei das Surf- und Suchverhalten von Internetnutzern detailliert nachzuvollziehen und Internetnutzer aufgrund ihrer IP-Adresse zu identifizieren.

Breyer rät daher Betreibern von Internetangeboten, die Protokollierung von IP-Adressen abzustellen bzw. abstellen zu lassen, um rechtliche Risiken zu vermeiden.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


chrisssssssssssss 14. Feb 2008

Ich bin mir nicht sicher - aber wenn die jede Connection zu einem Peer loggen wollten...

jojjoj 13. Feb 2008

*Haha* Du bist echt super! Was Du hier schreibst zeugt von einem generellem Unverständnis...

Jemand2008 13. Feb 2008

Cookies sind aber bedeutend sicherer.

johnmcwho 13. Feb 2008

Als Unternehmen darf man die Daten nicht speichern und als Behörde schon. Und das obwohl...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Urteil
Gericht untersagt Saturn irreführende Preisschilder

Saturn hat Elektrogeräte mit einem Preisschild versehen, bei dem im Preis bereits eine Versicherung enthalten war. Dieses Gebaren ist untersagt worden.

Urteil: Gericht untersagt Saturn irreführende Preisschilder
Artikel
  1. München: Proteste gegen massiven Stellenabbau bei TDK Heidenheim
    München
    Proteste gegen massiven Stellenabbau bei TDK Heidenheim

    TDK Electronics will die Fertigung weitgehend nach Ungarn und China verlagern. Dagegen wehrt sich die Belegschaft.

  2. Samsung-SSD mit 2 TByte günstig wie nie bei Amazon
     
    Samsung-SSD mit 2 TByte günstig wie nie bei Amazon

    Mit einem Rabatt von fast 45 Euro ist die Samsung 990 Evo NVMe M.2 SSD mit 2 TByte Speicher zum Tiefstpreis bei Amazon erhältlich.
    Ausgewählte Angebote des E-Commerce-Teams

  3. Copilot+ PC: Diesmal muss Windows on ARM funktionieren
    Copilot+ PC
    Diesmal muss Windows on ARM funktionieren

    Und das vermutlich unabhängig von den stark beworbenen KI-Helfern. Denn der Fokus auf effiziente ARM-Chips sorgt für ein neues Wettrennen unter Hardwareherstellern.
    Eine Analyse von Martin Böckmann

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • LG OLED evo TV C3 55" -58% • Lego Woche bis -45% • Koorui 27" QHD 144 Hz 178€ • Sandisk Micro-SDXC 512 GB -68% • Samsung LED TV 50" 399€ • Bose Days mit Bestpreisen • Ubisoft-Spiele bis -85% • MediaMarkt: Gaming-Spar-Bundles • PCGH Cyber Week mit Seagate und be quiet! [Werbung]
    •  /