EU durchsucht erneut Münchner Intel-Büros (Update)
Die Kommission geht dem Verdacht nach, Intel und andere Unternehmen hätten gegen das europäische Wettbewerbsrecht verstoßen. Seit Juli 2007 läuft ein offizielles Verfahren der EU zur Untersuchung von Intels Geschäftsmethoden. In einer ersten Feststellung hatte die Kommission Intel des Versuchs beschuldigt , AMD aus dem Markt zu drängen. Zuletzt hatte Intel von der Kommission eine Verlängerung der Frist für eine schriftliche Stellungnahme verlangt .
Dies geschah im Oktober 2007 – inzwischen will die Europäische Kommission offenbar nicht mehr länger warten. Die EU hat ihren Besuch bei Intel bereits bestätigt(öffnet im neuen Fenster) , Agentur-Meldungen sprechen zudem auch von Durchsuchungen bei weiteren Chip-Herstellern und PC-Händler. Bei AMD fanden die Maßnahmen freilich nicht statt, wie das Unternehmen gegenüber Golem.de bestätigte. Intel war nicht unmittelbar für eine Stellungnahme zu erreichen. Bereits im Juli 2007 erhielt Intel in München einen Überraschungsbesuch der Europäischen Kommission.
Wie der Bayerische Rundfunk berichtete, ist einer der durchsuchten PC-Anbieter die Media/Saturn-Gruppe des Metro-Konzerns. In den Media- und Saturn-Märkten wurden jahrelang ausschließlich Rechner mit Intel-Prozessoren angeboten.
Nachtrag vom 12. Februar 2008, 18:15 Uhr:
Wie ein Intel-Sprecher gegenüber Golem.de bestätigte, findet die Untersuchung der EU-Kommission noch bis zur Stunde bei Intel in München statt. Das Unternehmen betonte, dass es mit den Behörden in vollem Umfang kooperieren wolle.



