Nokia zeigt Touchscreen-Bedienung für Series-60-Smartphones. Die Öffentlichkeit hatte gehofft, dass Nokia den Mobile World Congress 2008 in Barcelona nutzt, um das erste Series-60-Smartphone mit Touchscreen-Steuerung vorzustellen. Aber daraus wurde nichts. Auf dem Nokia-Stand ist immerhin ein früher Prototyp zu sehen, auf dem die grundlegende Bedienung gezeigt wird, die stark an das erinnert, was Apple mit dem iPhone vorgemacht hat.
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Noch handelt es sich um einen frühen Prototypen, den Nokia von seiner Touch UI genannten Touchscreen-Bedienung in Barcelona zeigt. Der Prototyp setzt einen im Hintergrund laufenden PC voraus, mit dem ein Gerät mit großem Touchscreen verbunden ist, um die Bedienung vorführen zu können. Touch UI innerhalb von Series 60 wird demnach Multitouch-Displays unterstützen, die mit dem Finger bedient werden können.
Durch Ziehen eines Fingers über das Display kann der Nutzer etwa in langen Listen scrollen oder bequem in einer Bildergalerie zwischen verschiedenen Fotos wechseln. Damit soll die Bedienung insgesamt intuitiver werden. Dieses Konzept verfolgt Apple mit dem iPhone ebenfalls, so dass Nokia hier nichts bieten kann, was nicht bereits am Markt verfügbar ist.
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Im Gespräch mit Sari Ståhlberg, der Marketing-Chefin bei Nokia für diesen Bereich, hieß es, dass bestehende Symbian-Anwendungen für Series 60 3rd Edition ohne Anpassungen auch mit Touch UI funktionieren werden. Sogar grundlegende Touchscreen-Funktionen sollen möglich sein, ohne dass die Entwickler ihre Produkte anpassen müssen. Das setzt aber voraus, dass die Entwickler sich bei der Programmierung an die Vorgaben von Nokia gehalten haben.
Um Applikationen voll an die Möglichkeiten von Touch UI anzupassen, sind nur leichte Anpassungen an der Software erforderlich, verspricht Nokia. Zudem ist vorgesehen, die bisherige Programmbedienung über zwei Knöpfe unterhalb des Displays beizubehalten. Touch UI wird verschiedene Geräte-Designs unterstützen. So kann darauf verzichtet werden, dem Gerät eine Tastatur zu verpassen oder aber der Hersteller integriert eine Handy-Klaviatur oder sogar eine Mini-Tastatur, so dass Nutzer nicht alleine auf die Bedienung über den Bildschirm angewiesen sind.
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Als weitere Neuerung wird ein Sensor-Framework in die Series-60-Plattform integriert, über das Gerätehersteller bequem Sensoren in Smartphones integrieren und nutzen können. Software-Entwickler sollen dann ohne großen Aufwand über ein standardisiertes Verfahren auf die Sensoren im Mobiltelefon zugreifen und passende Applikationen auf den Markt bringen können.
Hierbei kann es sich um Lagesensoren handeln, die etwa die Displayausrichtung entsprechend der Haltung des Geräts verändern. Das macht bereits Apples iPhone vor, das in ausgewählten Applikationen eine Querformatdarstellung aktiviert, wenn das Gerät seitlich gedreht wird. Die Ansicht wechselt wieder ins Hochformat, wenn das Mobiltelefon hochkant gehalten wird.
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Erste Beispiele dieser Möglichkeiten sind bereits in Nokias N95 zu sehen, allerdings fehlt bislang die Integration in die Serie-60-Plattform. Durch solche Sensoren lässt sich etwa das Schütteln mit einem Würfelbecher simulieren, indem auf dem Display Würfel durcheinander gewirbelt werden, was durch Vibrationen rückgemeldet wird. Als weiteres Szenario lassen sich Anrufe schnell stummschalten, indem das auf einem Tisch liegende Mobiltelefon umgedreht wird, so dass das Display nach unten zeigt.
Erste Symbian-Smartphones mit Touchscreen-Bedienung will Nokia Ende 2008 vorstellen. Es ist somit eher fraglich, dass noch in diesem Jahr entsprechende Mobiltelefone auf dem Markt verfügbar sein werden. Voraussichtlich stehen erste Geräte erst Anfang 2009 in den Regalen.