Abo
  • Services:

UK: Internetabschaltung bei Urheberrechtsverletzungen

Großbritannien tritt in Frankreichs Fußstapfen

Auch in Großbritannien sollen online begangene Urheberrechtsverletzungen bald mit Zwangsabschaltung des Internetzugangs bestraft werden. Über ein entsprechendes Gesetzesvorhaben berichtet die Times.

Artikel veröffentlicht am ,

Frankreich war Vorreiter, Großbritannien will auf dem Fuße folgen. Die Internetprovider sollen bald im vereinigten Königreich die Rolle der Urheberrechtspolizei übernehmen. Einen Gesetzentwurf dazu will die Regierung in der kommenden Woche im Rahmen der Vorstellung eines Positionspapiers zur Kreativwirtschaft ankündigen. Damit wären die Bemühungen der Unterhaltungsindustrie um ein europaweites Regime der Internetkontrolle einen großen Schritt vorangekommen.

Stellenmarkt
  1. Bosch Software Innovations GmbH, Waiblingen
  2. Marc Cain GmbH, Bodelshausen

Wie beim französischen Vorbild soll auch in Großbritannien ein dreistufiges Verfahren aus Verwarnung und Strafe zum Einsatz kommen. Bei einer ersten mutmaßlichen Urheberrechtsverletzung müssten die Provider eine Verwarnung per E-Mail an die mutmaßlichen Urheberrechtsverletzer verschicken. Lassen diese nicht von ihrem Tun ab, würde zur Strafe eine zeitweilige Abschaltung des Internetzugangs vorgenommen. Führt auch diese Maßnahme nicht zu gesetzeskonformem Verhalten, wird der Internetzugang endgültig gekappt. Um mutmaßliche Urheberrechtsverletzungen aufzuspüren, müssten die Internetprovider ihre Kunden permanent überwachen.

Roz Groome, bei NBC Universal für die Antipiraterie-Aktivitäten zuständig, zeigt sich in der Times erfreut: "Wir begrüßen das Signal der Wertschätzung für die Kreativwirtschaft aus der Regierung, und dass sie den durch weitverbreitete Urheberrechtsverletzungen im Internet verursachten Schaden ernst nimmt. Wir rufen die ISPs dazu auf, jetzt zu handeln. Sie müssen ihren Teil zum Kampf gegen Online-Piraterie beitragen und mit den Rechteinhabern zusammenarbeiten, um zu verhindern, dass ihre Kunden die Dienste für illegale Aktivitäten nutzen. Piraterie schadet der Innovation und gefährdet auf lange Sicht die Gesundheit unserer Industrie."

Laut Bericht der Times droht Internetprovidern, die das dreistufige System nicht durchsetzen, eine Anklage. Die Daten der verdächtigten Kunden würden darüber hinaus einem Gericht übergeben werden. [von Robert A. Gehring]



Anzeige
Top-Angebote
  1. 111€ (nur bis 20 Uhr)
  2. 88€
  3. (u. a. Logitech G Pro Gaming-Maus für 37€)
  4. (u. a. Samsung Galaxy S8 für 469€ und S8+ für 569€)

asdasd 21. Mär 2008

Ne Heinz Wurst, darum geht es denne nicht. So ein "kleiner" hat sowieso nicht die...

Blork 14. Feb 2008

Die Provider machen doch ohnehin schon alles nach "Gusto". Siehe Arcor. Auf meinem...

DexterF 12. Feb 2008

Wo kommen wir denn dahin? Meinen Vertrag mit dem ISP ausser Kraft setzen? Wenn jemand...

Captain 12. Feb 2008

und der Kunde wechselt dann zum nächsten Provider *ggg, die werden sich bedanken, wenn...

kikimi 12. Feb 2008

ob es möglich ist, als Deutscher dagegen zu klagen, um zu überprüfen, ob es auf EU-Basis...


Folgen Sie uns
       


Wir fahren den Jaguar I-Pace - Bericht (Genf 2018)

Wir sind den Jaguar I-Pace in Genf probegefahren und konnten ihn trotz nassem Wetter nicht aus der Spur bringen.

Wir fahren den Jaguar I-Pace - Bericht (Genf 2018) Video aufrufen
Razer Nommo Chroma im Test: Blinkt viel, klingt weniger
Razer Nommo Chroma im Test
Blinkt viel, klingt weniger

Wenn die Razer Nommo Chroma eines sind, dann auffällig. Dafür sorgen die ungewöhnliche Form und die LED-Ringe, die sich beliebig konfigurieren lassen. Die Lautsprecher sind aber eher ein Hingucker als ein Hinhörer.
Ein Test von Oliver Nickel

  1. Razer Kiyo und Seiren X im Test Nicht professionell, aber schnell im Einsatz
  2. Stereolautsprecher Razer Nommo "Sind das Haartrockner?"
  3. Nextbit Cloud-Speicher für Robin-Smartphone wird abgeschaltet

Datenverkauf bei Kommunen: Öffentliche Daten nicht verhökern, sondern sinnvoll nutzen
Datenverkauf bei Kommunen
Öffentliche Daten nicht verhökern, sondern sinnvoll nutzen

Der Städte- und Gemeindebund hat vorgeschlagen, Kommunen sollten ihre Daten verkaufen. Wie man es auch dreht und wendet: Es bleibt eine schlechte Idee.
Ein IMHO von Michael Peters und Walter Palmetshofer

  1. Gerichtsurteil Kein Recht auf anonyme IFG-Anfrage in Rheinland-Pfalz
  2. CDLA Linux Foundation veröffentlicht Open-Data-Lizenzen
  3. Deutscher Wetterdienst Wetterdaten sind jetzt Open Data

Oracle vs. Google: Dieses Urteil darf nicht bleiben
Oracle vs. Google
Dieses Urteil darf nicht bleiben

Im Fall Oracle gegen Google fällt ein eigentlich nicht zuständiges Gericht ein für die IT-Industrie eventuell katastrophales Urteil. Denn es kann zu Urhebertrollen, Innovationsblockaden und noch mehr Milliardenklagen führen. Einzige Auswege: der Supreme Court oder Open Source.
Eine Analyse von Sebastian Grüner

  1. Oracle gegen Google Java-Nutzung in Android kein Fair Use

    •  /