Phenom: AMD dementiert Probleme mit drittem Kern
Bereits am 19. Dezember 2007, und damit keine vier Wochen nach der Markteinführung der Phenom-Prozessoren, erschien in einem Forum der AMD-Webseite(öffnet im neuen Fenster) der Bericht eines Anwenders zum strittigen Phänomen. Demnach soll der Rechner stets abstürzen, wenn der dritte Kern des Prozessors stark ausgelastet ist oder genau dieser Kern mit dem AMD-Tool "Overdrive" gezielt übertaktet wird. Windows Vista zeigt dem Bericht zufolge dann folgende Meldung mit einem Bluescreen an:
"A clock interrupt was not received on a secondary processor within an allocated time. Error 0x101"
Wie AMD Deutschland gegenüber Golem.de erklärte, handelt es sich dabei aber um eine "Luftblase". Man habe das Verhalten des Prozessors in den eigenen Labors nicht nachstellen können. Zudem seien die angeblich so zahlreichen Berichte von Anwendern auf eine einzelne Quelle eingegrenzt worden.
Laut AMD entstand die Verwirrung durch den Wortlaut der Fehlermeldung. Dieser deutet zwar klar auf den Prozessor hin, kann aber AMD zufolge auch von allen anderen Hard- und Softwarekomponenten verursacht werden. Dass AMD seine Triple-Cores wegen eines Fehlers im dritten Kern der Quad-Core-Phenoms entwickelt habe, wies der Chip-Hersteller zurück.
Dass Phenoms mit genau dieser Fehlermeldung bei Belastung des dritten Kerns abstürzen, kann auch Golem.de nicht bestätigen. Zwar häuften sich auf unserem Testrechner bei Vorstellung der Spider-Plattform in Warschau die Abstürze, ebenso wie auf den Maschinen anderer Tester. Die genannte Fehlermeldung war jedoch dort nicht in größerer Zahl zu beobachten, auf einem später von AMD zur Verfügung gestellten einzelnen Spider-System traten die Fehler in der Redaktion auch bei zahlreichen Experimenten nicht auf.
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