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ARM mit neuer Software für 3D-Handys

3D-Kerne mit SVG und Java für neue Benutzeroberflächen. Auf dem Mobile World Congress hat der Chip-Entwickler ARM drei neue Entwicklerpakete für die Grafikdarstellung auf Smartphones vorgestellt. Die Software basiert auf offenen Standards und soll die Entwicklung von neuen Benutzerschnittstellen vereinfachen.
/ Nico Ernst
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Bereits Mitte 2006 hatte ARM den 3D-Spezialisten Falanx übernommen und führt dessen Entwicklungen in Form der "Mali" genannten 3D-Prozessoren für mobile Geräte nun weiter. Einen neuen 3D-Chip nach den aktuellen "Mali55" und "Mali200" hat ARM zwar noch nicht vorgestellt, dafür gibt es jetzt aber drei verschiedene Software-Umgebungen für die ARM-Bausteine.

Die Pakete "Mali-SVG-t" (Scalable Vector Graphics), "Mali-JSR226" und "Mali-JSR287" (beide für Java ME) dienen als Framework für die 2D- und 3D-Darstellung mittels einer ARM-GPU – oder auch ohne den Beschleuniger, allein über die Funktionen eines ARM-Kerns. Das Konzept ähnelt damit Microsofts DirectX, wo – zumindest in der Theorie – fehlende 3D-Funktionen auch per Software emuliert werden können. Alle drei Pakete dienen auch für die vektorbasierte Darstellung von Text, was die Anpassung an verschiedene Bildschirmgrößen erleichtern und die Entwicklung von Spezialschriftarten für jedes Gerät überflüssig machen soll.

Besonders interessant ist dabei Mali-SVG-t, mit dem sich zweidimensionale Bilder wie die Aufnahmen einer Handy-Kamera oder Teile der Benutzeroberfläche mittels standardisierten SVG-Anwendungen beispielsweise dreidimensional über den Bildschirm verschieben lassen. 3D-Oberflächen sind seit der Vorstellung des iPhone eben in, wie auch Nvidias jüngste Ankündigung des Smartphone-Chips "APX 2500" zeigt.

Während Nvidias Entwicklung bisher aber an Windows Mobile gebunden ist, sollen die ARM-Bibliotheken auf einer Vielzahl von mobilen Betriebssystemen laufen. Und auch einen ersten Kunden kann ARM bereits nennen: Ericsson will die Frameworks auf seiner Smartphone-Plattform "U500" einsetzen. Dahinter verbirgt sich ein dem AXP 2500 recht ähnliches Konzept, über das außer Details wie 3D-Fähigkeit und WVGA-Display noch recht wenig bekannt ist. Mit ersten U500-Geräten wird erst 2009 gerechnet.

ARM bietet Mali-SVG-t und Mali-JSR226 ab sofort zur Lizenzierung an, Mali-JSR287 soll erst nach Ratifizierung durch die Java-Community ausgeliefert werden. Damit ist nach bisherigem Plan Ende 2008 zu rechnen.


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