HarperCollins stellt Bücher kostenlos ins Internet
Wenn man selbst großzügig etwas abgibt, dann bekommt man auch etwas zurück, sagte kürzlich der brasilianische Schriftsteller Paulo Coelho auf einer Konferenz. Für ihn ging das Kalkül auf: Er bot seinen Roman "Der Alchimist" in russischer Sprache kostenlos über das Internet an und verzehnfachte so innerhalb eines Jahres seine Buchverkäufe in Russland.
Während der Aktion, die auf einen Monat beschränkt ist, können Surfer die Bücher online lesen, aber nicht speichern oder ausdrucken. Seit mehr als einem Jahr bietet HarperCollins Lesern schon die Möglichkeit, in einzelnen Büchern online zu blättern. Allerdings stehen hier nur einige Seiten zur Verfügung.
Friedman ist jedoch überzeugt, dass mehr freier Inhalt einen noch größeren Kaufanreiz darstellt. Der Fall des Kinderbuches "Diary of a Wimpy Kid" (in Deutschland: "Gregs Tagebuch. Von Idioten umzingelt!") von Jeff Kinney scheint das zu belegen: Obwohl das Buch vor einigen Jahren kostenlos im Internet abgerufen werden konnte, stand es fast ein Jahr lang auf der Bestsellerliste der New York Times für Kinderbücher.
HarperCollins will unter anderem ein Buch des bekannten Fernsehkochs Robert Irvine und eines über den aktuellen Präsidentschaftswahlkampf(öffnet im neuen Fenster) online stellen. Fantasy-Autor Neil Gaiman(öffnet im neuen Fenster) überlässt seinen Fans die Entscheidung, welches seiner Bücher sie gern kostenlos im Internet lesen wollen.
Schließlich wird auch – wen wundert's? – "Die Hexe von Portobello(öffnet im neuen Fenster)", der aktuelle Roman des Brasilianers Paulo Coelho, auf der HarperCollins-Site abrufbar sein. Coehlo weiß ja um den Erfolg kostenlos abgegebener Inhalte.
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