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Europäische Mobilfunker wollen Kinderpornografie filtern

GSMA-Initiative wird von EU-Kommissarin Viviane Reding unterstützt. Mobilfunkanbieter in Europa wollen ihre Netze gegen Kinderpornografie absichern. Mittels einer Filtersoftware wollen sie den Zugang zu entsprechenden Seiten sperren. Dazu haben sie bereits eine schwarze Liste erstellt, auf der mehrere tausend Websites verzeichnet sind, die solche Inhalte anbieten.
/ Werner Pluta
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Nutzer, die versuchen, eine dieser Seiten über das Mobiltelefon aufzurufen, erhalten entweder eine Fehlermeldung oder sogar eine polizeiliche Warnung. Außerdem wollen die Mobilfunkanbieter eine Hotline einrichten, bei der Nutzer Seiten mit kinderpornografischen Inhalten melden können.

Diese Maßnahme ziele nicht darauf, das Netz zu regulieren, zitiert die englische Tageszeitung The Times(öffnet im neuen Fenster) eine Sprecherin der GSMA. "Hier geht es um illegale Inhalte."

Seit immer mehr Menschen das Internet mobil nutzen, sehen sich die Mobilfunkanbieter unter Druck, Maßnahmen gegen illegale Inhalte zu ergreifen. Deshalb hat sich die GSMA, der Weltverband der Mobilfunkanbieter, entschlossen, die Initiative "Mobile Alliance against Child Sexual Abuse Content(öffnet im neuen Fenster)" ins Leben zu rufen. Zu den Teilnehmern gehören die großen Mobilfunkanbieter Europas, darunter T-Mobile, Vodafone und 02.

Unterstützt wird die GSMA-Initiative auch von Viviane Reding, der EU-Kommissarin für Informationsgesellschaft und Medien. "Ich begrüße dieses Abkommen. Es sendet ein klares Signal aus, dass die Mobilfunkindustrie sich dafür einsetzt, das mobile Internet zu einem sichereren Ort für Kinder zu machen. Die Tatsache, dass diese Initiative aus der Arbeit der europäischen Mobilfunkindustrie entstanden ist, zeigt wieder einmal, dass Europa ganz vorne dabei ist, wenn es darum geht, ein vertrauenswürdiges Geschäftsumfeld zu schaffen."


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