Laufend Strom erzeugen
"Akkus sind eine Strafe" , sagt Max Donelan vom Locomotion Laboratory(öffnet im neuen Fenster) der Simon Fraser University im kanadischen Burnaby, da sie nur eine sehr geringe Energiedichte hätten. "In jedem Müsliriegel steckt mehr Energie als in einer Batterie mit vergleichbarer Größe." Also suchte er einen Weg, um mit der Energie aus dem Snack den Akku von Laptop oder MP3-Player aufzuladen.
Der Physiologe Donelan beschäftigt sich schon seit längerem mit der Biomechanik des Laufens. Diese Forschungstätigkeit brachte ihn auf die Idee für die Energie-Erntemaschine. Das rund anderthalb Kilo schwere Gerät gleicht einer orthopädischen Kniestütze und wandelt die Bremsenergie am Ende eines Schrittes in elektrische Energie. Genauer gesagt: Beim Laufe schwenkt der Mensch den Unterschenkel nach vorne und muss ihn, kurz bevor er den Fuß auf die Erde setzt, wieder abbremsen. Diese Bremsenergie nutzt Donelans Gerät zur Stromerzeugung. Das sei ähnlich wie Hybridautos oder Zügen, erklärt Donelan, wo ebenfalls die Bremsenergie zurückgewonnen werde.
Ein Knie erzeugt dabei etwa 2,5 Watt. Trägt man an jedem Knie einen Generator, erzeugt man in einer Minute genug Strom für eine halbstündiges Gespräch mit dem Mobiltelefon.