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Manipulationen bei Amazons Kundenrezensionen? (Update)

Inzwischen haben sich die Fälscher auf eine neue Strategie verlegt: Statt Bücher schlecht zu machen, loben sie sie über den grünen Klee. Ihr Kalkül: Wenn einzelne Produkte derart gelobt werden, legt das den Kunden den Verdacht nahe, der Verlag selbst bewerbe auf diese Weise seine Produkte. So sollen laut Wehren einzelne Verlage diskreditiert werden.

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Falsche Rezensionen lassen sich laut Wehren jedoch recht gut erkennen. Er rät beispielsweise zur Vorsicht bei anonym abgegebenen Kundenrezensionen. Auch Widersprüche in der Bewertung und im Kommentar - also ein Verriss mit einer 5-Sterne-Bewertung - ließen darauf schließen, dass es sich hier nicht um eine ernst gemeinte Besprechung eines Buches handele. Das gelte umso mehr, wenn ein Buch in kurzer Zeit eine Vielzahl gleicher Bewertungen bekommen habe.

Um die Leserrückmeldungen nicht komplett unbrauchbar zu machen, schlagen Wehren und seine Verlegerkollegen vor, es so umzugestalten, dass in Zukunft nur noch Rezensenten mit einem gültigen Amazon-Kundenkonto Buchbesprechungen veröffentlichen dürfen.

Amazon.de selbst bestätigte auf Nachfrage von Golem.de, vom Galileo Verlag über den "Manipulationsverdacht in Kenntnis gesetzt" worden zu sein und kündigte "Maßnahmen zur Abwendung dieses Manipulationsversuches" an, sollte der sich als wahr erweisen.

Anders als Wehren glaubt Christine Höger, Leiterin Public Relations bei Amazon.de, jedoch nicht an ein systematisches Vorgehen: "Wir betonen, dass es sich bei der von Galileo geschilderten Situation um einen sehr selten auftretenden Vorgang handelt - auf offenen Plattformen kann generell ein Missbrauch der Möglichkeit zur freien Meinungsäußerung nicht gänzlich ausgeschlossen werden."

Nachtrag vom 8. Februar 2008 um 16:47 Uhr:
Amazon.de hat auf die Anschuldigungen reagiert und die Nutzungsbedingungen für das Schreiben von Rezensionen verändert. Wer eine Rezension auf Amazon.de veröffentlichen will, muss zuvor mindestens einmal bei dem Online-Händler eingekauft haben.

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PeterPopertR 11. Feb 2008

...von irgentwlechen Möchtergern Gamern, die dann sowas geistreiches schreiben wie "Halo...

selbstistdermann 10. Feb 2008

Gottseidank gibt es viele Galileo-Bücher als openbook zum online lesen. Da kann sich...

Jay Äm 10. Feb 2008

Also ich kenne die Geschichte genau andersherum: Jemand hat ein völlig katastrophales...

ABE 09. Feb 2008

Nein, das würde natürlich keiner machen außer der bösen Medienindustrie, es hat ja auch...

Dirk Küpper 09. Feb 2008

Kleiner Tipp von einem Wettbewerber: Den Kunden persönlich ansprechen und um eine...


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