EU-Forschungsprojekt für neue Internet-Protokolle
Forscher von mehreren europäischen Universitäten und Unternehmen wollen das nun ändern: Sie haben ein Forschungsprojekt gegründet, um Technologien zu entwickeln, die stabile und kostengünstige Mobilkommunikation auch in schwierigen Netzumgebungen ermöglichen. CHIANTI(öffnet im neuen Fenster) heißt das EU-geförderte Projekt und bezeichnet in diesem Fall kein italienisches Weinbaugebiet, sondern ist die Abkürzung für "Challenged Internet Access Network Technology Infrastructure".
Für die Schwierigkeiten beim mobilen Internetzugang sind die Kommunikationsprotokolle verantwortlich. Sie wurden für stationäre Computer entwickelt, die über das Festnetz miteinander kommunizieren. Erst später kamen mobile Endgeräte hinzu, die sich zudem immer schneller bewegen und dabei auch die Zugangsnetze wechseln. Dafür sind die Internetprotokolle jedoch nicht ausgelegt. Dabei nutzen auch hierzulande immer mehr Surfer das Internet mobil.
Chianti will deshalb neue Protokolle entwickeln, die diese Ansprüche erfüllen. Dabei geht es weniger um eine großflächige Netzabdeckung. Stattdessen wollen die Wissenschaftler Lösungen entwickeln, den Internetzugang trotz sich verändernder Netzeigenschaften und Unterbrechungen zu ermöglichen. Sie wollen dabei keine neuen Technologien erfinden, sondern bestehende entsprechend den Anforderungen der Mobilität weiterentwickeln.
An dem Projekt, das auf zwei Jahre ausgelegt ist, sind als Koordinator das Technologie-Zentrum Informatik der Universität Bremen, die Technische Universität Helsinki sowie die Unternehmen Lysatiq aus Berlin und Nomad Digital Limited aus dem englischen Newcastle beteiligt.
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