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Valve: 15 Millionen Steam-Nutzer - Steamworks für Entwickler

Software-Distributionsplattform wächst weiter. Die Auslieferung von Half-Life 2 im Jahr 2004 hat Valves Online-Dienst Steam ein rasantes Wachstum beschert – weil der Shooter zum Unmut mancher Kunden aus Kopierschutzgründen eine Zwangsregistrierung bei Steam voraussetzte. Seitdem ist die Spiele-Download-Plattform Marktführer im PC-Spielebereich – und versammelt und vernetzt mittlerweile 15 Millionen Spieler zu einer großen Online-Community.
/ Christian Klaß
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Vor allem während der Weihnachtszeit konnte Valve laut eigenen Angaben den Umsatz Jahr für Jahr um 158 Prozent steigern, wie das Unternehmen nun mitteilte. Steam dreht sich nur um Spiele für Windows-PC und setzt beim Nutzer einen installierten und registrierten Steam-Client voraus.

Anfangs diente Steam nur zum automatischen Patchen von Spielen und erleichterte den Spielern die Suche nach Spiele-Servern. Danach erweiterte Valve den Dienst zu einem Online-Shop für die eigenen Spiele – was zum Start von Half-Life 2 zum Zerwürfnis Valves mit dem Publisher Vivendi Universal Games (heute: Vivendi Games) führte. Seit Juli 2005 kümmert sich EA darum, Valves Spiele in den Handel zu bringen.

Stück für Stück hat Valve auch andere Spielestudios und Publisher von Steam überzeugen können. Die Zahl der über Steam zum kostenpflichtigen Download angebotenen Gelegenheits- und Vollpreisspiele wächst weiter. 2007 kamen auch Highlights etwa Call of Duty 4, Bioshock und Valves eigene "The Orange Box" dazu – und auch CCP Games versucht nun sein Online-Rollenspiel Eve Online zusätzlich über Steam anzubieten. Mit Valves in Entwicklung befindlichem Zombie-Spiel Left 4 Dead soll die Plattform noch ein bisschen interessanter werden.

Im Jahr 2008 soll es für Partner noch leichter werden, ihre Spiele zu Steam kompatibel zu machen und sie darüber anzubieten. Dazu soll im Laufe des Jahres "Steamworks" gestartet werden. Spieleentwickler erhalten damit Zugriff auf die Spielefunktionen und Dienste von Steam. Das umfasst die Schlüssel-Authentifizierung und den Kopierschutz, das automatische Aktualisieren von Spielen und die Verwaltung von Netzwerkspielen und Foren für die Spieler. Alle diese Steam-Dienste sollen Spieleentwicklern dabei mittels Steamworks kostenlos zur Verfügung gestellt werden.

Valve-Chef Gabe Newell misst den Community-Funktionen – die nicht immer auf Gegenliebe der Kunden stießen – große Bedeutung zu, in einer Pressemitteilung betonte er, dass das PC Gaming sich in "eine Ära der konstanten Vernetzung" weiterentwickelt habe. Damit könnte das Verhältnis mit den Kunden deutlich verbessert werden, was nicht nur für den Spielevertrieb, sondern auch für andere andere geschäftliche Aspekte von Bedeutung sei – "einschließlich des Designs, der Entwicklung und des Kundendienstes für unsere Spiele", so Newell. Nun soll mit Hochdruck an neuen Community-Funktionen gearbeitet werden.


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