MIT-Forscher demonstrieren extrem stromsparende Chips
Die Forscher konzentrierten sich dabei vor allem darauf, Chips mit deutlich geringeren Spannungen zu betreiben als üblich. Ihr Design kommt mit 0,3 Volt aus, während aktuelle Chips mit rund 1 Volt arbeiten und auf solche Spannungen auch ausgelegt sind. Demonstriert wurde die Stromspartechnik anhand des Micro-Controllers MSP430(öffnet im neuen Fenster) von Texas Instruments.
Schlüssel dazu ist ein besonders effizienter Gleichstrom-Converter (DC-to-DC), der die Spannung auf dem Chip verringert. Auch Speicher und Logik wurden integriert, um eine komplette System-on-a-Chip-Lösung zu erhalten.
Dabei wird die bei der Chip-Herstellung typische schwankende Qualität zu einem Problem. Mit ihrem Design wollen die Forscher dieses Problem lösen, die Chips unempfindlicher gegen solche Produktionsschwankungen machen.
Letztendlich konnten die Forscher zeigen, dass ihre Idee funktioniert; bis die Ideen aber in kommerziellen Produkten zu finden sein werden, dürften aber wohl noch fünf Jahre vergehen. Dazu könnten dann portable Kommunikations- und Netzwerkgeräte zählen, die mit einer Akkuladung deutlich länger durchhalten. Zudem sehen die Forscher um Anantha Chandrakasan Anwendungsmöglichkeiten im medizinischen Bereich, da entsprechende effiziente, implantierbare Chips direkt vom Körper mit Energie versorgt werden könnten.