GPS-Modul zur Integration in Digitalkameras
Das so genannte Geotagging ist schon jetzt bei einigen Fotografen sehr beliebt. Derzeit unterstützt aber praktisch keine Digitalkamera von Hause aus das Satelliten-Navigationssystem GPS, so dass die Erfassung der Aufnahmestandorte über Zweitgeräte vorgenommen und erst am Rechner mit den Bildern verbunden werden muss. Gemeinsames Merkmal und unbedingte Voraussetzung dieser Lösung ist die Uhrzeit – die sowohl die Kamera als auch der GPS-Logger sichert.
Geotates Ansatz weicht radikal von dem anderer GPS-Systeme ab, die es in portabler Form seit Jahren gibt. Die Lösung speichert das Rohformat der GPS-Signale, die über die Antenne empfangen werden – die Auswertung erfolgt erst später, z.B. am Rechner und mit Hilfe eines Online-Services.
Dem Fotografen erspart die Lösung zum einen die Wartezeit, bis der "Fix" zu den erreichbaren Satelliten und damit die Positionsbestimmung erfolgt sind, zum anderen soll dadurch der Strombedarf deutlich geringer ausfallen. Da die Kamera-GPS-Lösung nicht zur aktuellen Positionsbestimmung gedacht ist, muss die Auswertung nicht zeitgleich erfolgen.
Geotates Lösung wird direkt in die Kameras integriert – die beiden Module, die das Unternehmen vorgestellt hat, sollen in den nächsten 18 Monaten in bis zu 4 Millionen Kameras bzw. Zubehör verbaut werden. Die Module sollen noch im 1. Quartal 2008 auf den Markt kommen.
Das Modul, welches das Unternehmen zusammen mit dem neuseeländischen Unternehmen Rakon entwickelt hat, beinhaltet alle RF-Hardware (außer der Antenne). Das Modul misst 6 x 5 mm.



