Hundedreck-Streit: Bank macht Rückzieher

Kein Wort zum Datenschutz

Für die Stuttgarter Volksbank entwickelt sich der "Hundedreck-Fall" zu einem PR-Desaster. Die Bank hatte Videoaufnahmen aus dem Bereich der Geldautomaten genutzt, um eine Mutter ausfindig zu machen, deren Kind mit Hundekot an den Schuhen umhergelaufen war und den Boden verschmutzte. Die Bank schickte ihr nach der Video-Identifizierung eine persönlich adressierte Rechnung, jetzt machte sie allerdings einen Rückzieher.

Artikel veröffentlicht am ,

Wie es zu der Auswertung der Videoüberwachung kam, die eigentlich zur Aufklärung von Straftaten im Zusammenhang mit den Geldautomaten gedacht ist, wurde nicht bekannt. Die Mutter behauptete gegenüber der Stuttgarter Zeitung, das Kind sei zuvor in einen Hundehaufen gelaufen, die Bank hatte nach Medienberichten sogar zeitweise behauptet, das Kind habe sich selbst erleichtert.

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Die Bank, die ursprünglich einmal 52,96 Euro von der Mutter für die Reinigung haben wollte, gab nun kleinlaut nach und sah sich sogar gezwungen, eine Pressemitteilung zu veröffentlichen. "Wir bedauern den Vorfall sehr", so Rainer Kattinger, Vorstandssprecher der Bank. Die Reinigungskosten will die Stuttgarter Volksbank nun nicht mehr erstattet haben.

Auch die Aufsichtsbehörde für Datenschutz im Innenministerium des Landes interessiert sich für den Fall. Die Datenschützer wollen klären, ob die Bank überhaupt ihre Videoüberwachung nutzen und die Kundendatei durchsehen durfte, um zu ermitteln, wer zum Zeitpunkt der Aufnahme Geld vom Automaten holte.

Zur Datenschutzfrage äußerte sich die Bank nun trotz des Verzichts auf die Reinigungskosten nicht. Gegenüber der Stuttgarter Zeitung ließ die Bank verlauten, dass sie nach Hausrecht gehandelt habe.

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The Insaint 15. Feb 2008

Sicher tun sie das. Alles andere wäre ein Paradis für "kranke Menschen, die gerne...

The Insaint 15. Feb 2008

Doch, genau das ist der Fall. Und eben WEIL die Mutter in der Nähe war und trotzdem...

cmoder 11. Feb 2008

Das hat nichts mit Vernunft zu tun, sondern wogegen es ein Gesetz gibt. In solchen...

punkt 07. Feb 2008

Naja, wenn ich Vermieter wäre, dann würde ich auch versuchen, mich von der...



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