Selbstleuchtende Tasten aus organischen Dioden
Schalter ohne Beleuchtung können in Produktionshallen der Industrie eine Gefahrenquelle darstellen. Die heute üblichen Schalter haben deshalb oft eine kleine Leuchtdiode eingebaut, die aufleuchtet, wenn der Schalter betätigt wurde.
Die OLED-Tasten, die zunächst in einer Kaffeemaschine verbaut wurden, bieten einige Vorteile gegenüber herkömmlichen Tasten: Sie sind gleichzeitig Schalter und Symbol. Der Schalter muss also nicht eigens bedruckt werden. Außerdem kann sich das Symbol verändern. So zeigt der Schalter für Espresso auf der Kaffeemaschine im Ruhezustand eine leere Tasse. Drückt man einmal, erscheint eine halb volle, auf einen zweiten Tastendruck eine gefüllte Tasse.
Die Tasten bestehen aus zwei dünnen Schichten: der Folientastatur und dem OLED-Display. Beiden zusammen sind gerade mal 2 Millimeter dick. In der Mitte gibt es eine kleine Erhebung, um den Druck des Fingers fokussiert an die Taste, die unter dem Display liegt, weiterzugeben.
"Der Anwender erhält über die Tasten selbst eine Information darüber, ob die Maschine eingeschaltet ist und welche Anwendung gerade läuft – und das auch in sehr dunklen Räumen", erklärt Armin Wedel vom IAP einen der Vorteile der OLED-Tastatur. Das sei vor allem praktisch bei Bedienfeldern großer Industrieanlagen, für die die Tastatur in erster Linie entwickelt wurde.
Ein anderer Vorteil der organischen Dioden ist, dass sie selbst leuchten und deshalb weniger Strom verbrauchen als beispielsweise ein Flüssigkristall-Display mit einer Hintergrundbeleuchtung. Deshalb werden OLEDs gern in mobile Geräte wie Mobiltelefone eingebaut. Allerdings sollen zukünftig auch Fernseher mit OLED-Bildschirmen ausgerüstet werden.
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