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Verschlüsselung geknackt: Premiere wechselt Smartcards aus

Modifizierte Digital-Receiver machen Premiere zu schaffen. Der PayTV-Sender Premiere wechselt seine Verschlüsselungstechnik; das bisher verwendete Verschlüsselungssystem Nagravision von Kudelski enthält eine Sicherheitslücke und wurde geknackt.
/ Jens Ihlenfeld
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Ein Gutachten des TÜV Rheinland kommt zu dem Schluss, dass es kriminellen Hackern gelungen ist, mit modifizierten Digital-Receivern Pay-TV-Programme illegal zu empfangen. Die im Ausland hergestellten Receiver werden mittlerweile im größeren Umfang in Deutschland verkauft, was seit dem Weihnachtsgeschäft auch Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf und das Wachstum von Premiere hat, teilt der Sender mit.

Daher soll ab dem zweiten Quartal 2008 eine neue Smartcard-Generation eingeführt werden, mit der diese Sicherheitslücke geschlossen wird. Den Anbieter wird Premiere dabei nicht wechseln und alte Receiver sollen auch mit den neuen Smartcards weiterhin genutzt werden können.

Trotz der geknackten Verschlüsselung und ihren Auswirkungen sollen die Bilanzzahlen von Premiere im Rahmen der Erwartungen liegen. Der Umsatz für 2007 liegt nach vorläufigen Zahlen bei 984,5 Millionen Euro, das EBITDA (Ergebnis vor Steuern, Finanzergebnis und Abschreibungen) bei 83,4 Millionen Euro. Die Zahl der Premiere-Kunden lag Ende 2007 bei 4,279 Millionen, davon sind 3,651 Millionen direkte Kunden und 628.000 indirekte Kunden über arena und Unitymedia.


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