FBI plant Aufbau einer Biometrie-Datenbank
Kimberly Del Greco, die Chefin der Biometrie-Sparte des FBI, begründete gegenüber CNN die Einrichtung der Datenbank mit einem Zuwachs an Sicherheit. Sie sei "wichtig, um die Grenzen zu schützen, Terroristen draußen zu halten, unsere Bürger, Nachbarn und Kinder zu schützen, damit sie gute Jobs bekommen und in einem sicheren Land leben".
Erfasst werden in der Datenbank verschiedene biometrische Merkmale: Zu Fingerabdrücken, von denen das FBI bereits 55 Millionen Sätze gespeichert hat, sollen zunächst Handabdrücke hinzukommen, die das FBI ebenfalls schon zu sammeln begonnen hat. In den nächsten Jahren wollen die Bundespolizisten dann auch noch Iris-Muster, Gesichtsform und sogar Narben und Tätowierungen aufnehmen.
In der Datenbank werden jedoch nicht nur Kriminelle und Terroristen erfasst. Auch normale Bürger haben große Chancen, darin aufgenommen zu werden. Mehr als die Hälfte der "Hintergrundchecks", die das FBI durchführt, gelten nach Angaben des FBI Bewerbern, die sich für sensible Stellen bei der Regierung interessieren, oder die mit schützenswerten Personen wie Kindern oder Senioren arbeiten wollen.
Die Bürgerrechtsorganisation American Civil Liberties Union (ACLU) sieht in der Datenbank eine große Bedrohung der Freiheit. "Es ist der Beginn einer Überwachungsgesellschaft, wo jeder an jedem Ort und zu jeder Zeit aufgespürt werden kann, alle Bewegungen und schließlich alle Aktivitäten werden verfolgt, notiert und in Beziehung gesetzt", kommentierte Barry Steinhardt, Chef des Technology and Liberty Projects der ACLU.
Kürzlich hatten die Bürgerrechtsorganisationen Privacy International aus Großbritannien und das Electronic Privacy Information Center aus den USA in ihrem Datenschutzbericht "International Privacy Ranking" die USA als "endemische Überwachungsgesellschaft" eingestuft.
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