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Roboter in den Niederlanden betankt Autos

Melkroboter als Vorbild. Ein niederländischer Tankstelleinhaber will sich die Arbeit erleichtern: Er hat einen Roboter konstruiert, der die Autos betankt. Der Roboter nutzt eine Datenbank mit den in den Niederlanden angemeldeten Fahrzeugtypen.
/ Werner Pluta
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Formel-1-tauglich ist der Tankstellenroboter aus den Niederlanden nicht – trotz seines Namens Tankpitstop(öffnet im neuen Fenster). Bedächtig kommt der Arm aus seinem Gehäuse herausgefahren, öffnet vorsichtig die Klappe über dem Tankdeckel und schraubt den Deckel ab. Ein Schwenk zurück zur Zapfsäule, der Roboter greift nach der Zapfpistole – der eigentliche Tankvorgang beginnt.

Damit der Roboter weiß, wo er nach dem Tankdeckel suchen muss, ist ein Großteil der in den Niederlanden angemeldeten Fahrzeugtypen in einer Datenbank gespeichert. Sensoren sorgen dafür, dass er bei seiner Arbeit keine Lackschäden verursacht.

Im Einsatz ist der Roboter seit dem 4. Februar 2008, den Tankstellenbesitzer für 75.000 Euro kaufen können. Der niederländischen Wirtschaftsministerin Maria van der Hoeven wurde die Ehre zuteil, ihr Fahrzeug als erstes von dem Roboter betanken zu lassen.

Erfinder Nico van Staveren, selbst Tankstelleninhaber, ließ sich von einem Melkroboter zu seiner Entwicklung inspirieren. Er habe einen solchen auf einem Bauernhof gesehen und sich gedacht, wenn ein Roboter Kühe melken kann, dann könne er auch Autos betanken, sagte er der Nachrichtenagentur Reuters.

Hektische Autofahrer springen wohl auch in Zukunft noch lieber selbst aus dem Auto. Nostalgiker hingegen, die an den heute üblichen Selbstbedienungstankstellen den Tankwart vermissen, werden den Roboter zu schätzen wissen.


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