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Neue Benchmarks von Intels 8-Kerne-Plattform "Skull Trail"

Gute Skalierung bei Medienbearbeitung, aber nicht bei Spielen. Bis Ende März 2008 will Intel seine erste Desktop-Plattform mit 8 Kernen namens "Skull Trail" auf den Markt bringen – und damit deutlich später als ursprünglich versprochen. Um die Wartezeit zu verkürzen, hat der Chip-Hersteller erste Testsysteme verschickt, die gemischte Resultate brachten.
/ Nico Ernst
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Intel hatte das Projekt "Skull Trail" auf dem letzten IDF Ende September 2007 in San Francisco erstmals gezeigt und auch eigene Benchmarks vorgelegt. Damals war geplant, das System noch im Jahr 2007 auf den Markt zu bringen, aus ungenannten Gründen hat sich dies jedoch deutlich verzögert. Als neuen Zeitraum nennt Intel nun das erste Quartal 2008. Um die Wartezeit zu verkürzen, hat der Chip-Hersteller nun ausgewählten Redaktionen erste Testsysteme zur Verfügung gestellt.

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Dabei handelt es sich um das jetzt mit dem Namen "D5400XS" versehene Mainboard mit zwei LGA-771-Sockeln samt passenden Prozessoren vom Typ Core 2 Extreme QX9775 mit 3,2 GHz, zweimal 6 MByte L2-Cache und Penryn-Architektur. Diese CPUs sind umgewidmete Xeon-Modelle, die auf dem IDF schon gezeigten 3,4 GHz erreichen sie nicht, auch wenn manche Tester wie bei HardOCP(öffnet im neuen Fenster) 4 GHz mit Luftkühlung erreichen konnten.

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Die bisherigen Core-2-Prozessoren für den Sockel LGA775 passen nicht in das Skull-Trail-Mainboard mit seinen Xeon-Fassungen, und auch beim Speicher ist Workstation-Technik gefragt: Nur DDR2-800-Speicher als FB-DIMMs verträgt das D5400XS. Zusammen mit den Testsystemen hat Intel nun auch ein Blockschaltbild des auf dem Chipsatz "Seaburg" (5400-Serie) basierenden Mainboards vorgelegt. Daraus geht hervor, dass die vier x16-Slots für PCI-Express-Grafikkarten über die Nvidia-Bausteine nForce-100 an zwei x16-Links der Northbridge angebunden sind. Der nForce-100 arbeitet also wie ein Switch für je ein Grafikkartenpärchen.

Hatte Intel Skull Trail bisher vor allem noch als Spiele-Plattform angepriesen, so sprechen die Benchmarks unter anderem bei Anandtech(öffnet im neuen Fenster) oder PC Perspective(öffnet im neuen Fenster) eine andere Sprache: Aktuelle Spiele skalieren mit den 8 Kernen nur sehr wenig, Programme zur Medienbearbeitung sind eher das Terrain von Skull Trail. Auch PC Games Hardware(öffnet im neuen Fenster) konnte bei dem oft für seine Multi-Thread-Fähigkeiten gelobten Spiel "World in Conflict" nur einen Leistungsvorteil von 20 Prozent bei 8 statt 4 Kernen messen.

Auch Standardkomponenten von Windows Vista, wie sie der Benchmark PC Mark Vantage misst, skalieren mit den 8 Kernen kaum – Cinebench und DivX mit ihren fein aufgeteilten Threads dagegen deutlich besser. Mangels passender Treiber ist zudem noch unklar, wie sich die 4 Grafikkarten im Skull-Trail-Mainboard verhalten.

Preise für Prozessoren und das Mainboard nannte Intel noch nicht, ebenso steht ein klarer Termin für die Markteinführung der Plattform noch nicht fest.


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