Abo
  • Services:

Interview: Chaos, Verschwörung, schwarze Löcher

Prof. Dr. Otto E. Rössler über die Gefahren des LHC am CERN

Der größte Teilchenbeschleuniger der Welt, der Large Hadron Collider (LHC) der Europäischen Organisation für Kernforschung (CERN), soll helfen, mehr über die Entstehung des Universums zu erfahren. Chaosforscher Professor Otto E. Rössler sieht im LHC aber eine Gefahr für die Erde, deren Untergang er einleiten könne. Golem.de sprach mit Rössler am Rande der Transmediale, die in diesem Jahr den Titel "Conspire" trägt. Für die Menschheit sehen die Wissenschaftler am CERN jedoch keine Gefahr, wie ein leitender Wissenschaftler des LHC-Projekts gegenüber Golem.de erklärte.

Artikel veröffentlicht am ,

Es ist schon eine ganze Weile her, dass die Chaosforschung öffentlich auf sich aufmerksam gemacht hat. Auch über schwarze Löcher wurde lange nichts mehr berichtet. Beides ist schon fast normal. Doch die diesjährige Transmediale hat sich im Berliner Haus der Kulturen der Welt dem Thema der Verschwörung gewidmet. "Conspire." ist das diesjährige Motto des traditionsreichen Festivals für Kunst und digitale Kultur. Mit Professor Otto E. Rössler haben die Kuratoren einen ganz besonderen Keynote Speaker zu ihrer Konferenz eingeladen. Der habilitierte Biochemiker, Chaosforscher und unermüdliche Aufklärer im Dienste der Naturwissenschaft und Kunst ist unter anderem dafür bekannt, den Rössler-Attraktor entdeckt und die theoretische Schule der Endophysik begründet zu haben. Beides thematisiert natürliche Phänomene, die mit ordinären, rationalen Herangehensweisen nur schwer fassbar sind. Eine Verschwörung innerhalb der physikalischen Welt.

Professor Otto E. Rössler (Foto: Jonathan Gröger)
Professor Otto E. Rössler (Foto: Jonathan Gröger)

Im Mai dieses Jahres soll an der Europäischen Organisation für Kernforschung (CERN) einer der bedeutendsten Versuche der Physik beginnen. Der Large Hadron Collider (LHC) - der größte Teilchenbeschleuniger der Welt - wird dafür eingesetzt, durch die Kollision von Protonen mehr über die Entstehung des Universums zu erfahren. Die größten Hoffnungen liegen darin, zum einen den Higgs-Mechanismus - ein theoretisches Erklärungsmodell für asymmetrisches Verhalten von Elementarteilchen - und zum anderen das Hawking'sche Zerstrahlungstheorem für schwarze Löcher zu belegen. Insbesondere Letzteres wäre eine Sensation, da bisher niemand genau weiß, was schwarze Löcher wirklich sind und wie sie sich verhalten. Nach Hawking müssten sie direkt nach ihrer Entstehung zerstrahlen und somit ungefährlich sein. Aber den praktischen Beweis dafür gibt es noch nicht. Rössler behauptet dagegen, dass schwarze Löcher nicht unbedingt zerstrahlen müssen und sehr wohl auch stabil bleiben könnten. Und das könnte durchaus gefährlich werden.

Golem.de: Herr Professor Rössler, Sie glauben, dass die Experimente mit schwarzen Löchern am CERN gefährlich sein könnten. Was für ein Mann steckt hinter so einer Theorie? Könnten Sie sich bitte kurz vorstellen?

Prof. Otto Rössler: Man ist sich selber immer unsympathisch. Ich habe mehrere Identitäten. Ich habe keinen Charakter, wissenschaftlich gesehen. Ich mache alles und bin daher für nichts verantwortlich. Vor 35 Jahren wurde ich in theoretischer Biochemie habilitiert. Das ist auch eigentlich mein Fachgebiet bis heute geblieben, aber es kam dann noch einiges hinzu. Zum Beispiel die Chaosforschung, die erst im Laufe der Zeit entstanden ist.

Stellenmarkt
  1. EDG AG, Frankfurt
  2. vwd - Vereinigte Wirtschaftsdienste GmbH, Rimpar, Kaiserslautern, Frankfurt

Golem.de: Wie definieren Sie Chaosforschung?

Rössler: Das ist, wenn sie wollen, eine Form der angewandten Mathematik. Man beschäftigt sich dort mit Schwingungen. Nur dass die Schwingungen etwas komplizierter sind. Periodische Schwingungen kann man schon mit zwei interagierenden Variablen mit Impuls und Ort bekommen. Wenn man aber noch weitere Variablen hinzufügt, wie zum Beispiel ein Pendel an der Schaukel, dann hat man schon vier Variablen und die Voraussetzung für Chaos. Chaos ist also einfach eine Schwingungsmöglichkeit von Systemen, wo mehrere Teilchen und Variablen miteinander interagieren können.

Interview: Chaos, Verschwörung, schwarze Löcher 
  1. 1
  2. 2
  3. 3
  4. 4
  5. 5
  6.  


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. ab 399€
  2. 915€ + Versand
  3. 59,79€ inkl. Rabatt

ilidan2k 17. Sep 2009

Die blöde Unterschicht? Komm mal klar du dummes etwas!

Julien 18. Sep 2008

Mir werfen sich trotzdem Fragen auf. Wenn es diese Kollisionen tagtäglich gibt, warum...

Poster 16. Sep 2008

Ich habe inzwischen rausgefunden, dass der Staat, oder auch die EU, vor allem auch die...

Gerald R. 09. Sep 2008

Ein interessanter Beitrag. Bin zwar kein Physiker aber die Aussagen machen skeptisch...

lexxoot 08. Sep 2008

hier eine kleine vorschau http://i474.photobucket.com/albums/rr101/Lexomat/Earthd.jpg


Folgen Sie uns
       


Monterey Car Week - Bericht

Ist die Zukunft der Sportwagen elektrisch? Wir haben die Monterey Car Week in L.A. besucht.

Monterey Car Week - Bericht Video aufrufen
Leistungsschutzrecht: So viel Geld würden die Verlage von Google bekommen
Leistungsschutzrecht
So viel Geld würden die Verlage von Google bekommen

Das europäische Leistungsschutzrecht soll die Zukunft der Presse sichern. Doch in Deutschland würde derzeit ein einziger Verlag fast zwei Drittel der Einnahmen erhalten.
Eine Analyse von Friedhelm Greis

  1. Netzpolitik Willkommen im europäischen Filternet
  2. Urheberrecht Europaparlament für Leistungsschutzrecht und Uploadfilter
  3. Leistungsschutzrecht/Uploadfilter Wikipedia protestiert gegen Urheberrechtsreform

Apple: iPhone Xs und iPhone Xs Max sind bierdicht
Apple
iPhone Xs und iPhone Xs Max sind bierdicht

Apple verdoppelt das iPhone X. Das Modell iPhone Xs mit 5,8 Zoll großem Display ist der Nachfolger des iPhone X und das iPhone Xs Max ist ein Plus-Modell mit 6,5 Zoll großem Display. Die Gehäuse sind sogar salzwasserfest und überstehen auch Bäder in anderen Flüssigkeiten.

  1. Apple iPhone 3GS wird in Südkorea wieder verkauft
  2. Drosselung beim iPhone Apple zahlt Kunden Geld für Akkutausch zurück
  3. NFC Yubikeys arbeiten ab sofort mit dem iPhone zusammen

Single Sign-on Made in Germany: Verimi, NetID oder ID4me?
Single Sign-on Made in Germany
Verimi, NetID oder ID4me?

Welche der deutschen Single-Sign-on-Lösungen ist am vielversprechendsten? Golem.de erläutert die Unterschiede zwischen Verimi, NetID und ID4me.
Eine Analyse von Monika Ermert

  1. Verimi Deutsche Konzerne starten Single Sign-on

    •  /