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Interview: Chaos, Verschwörung, schwarze Löcher

Golem.de: Aber wie kann man etwas bauen, von dem man gar nicht genau weiß, was es überhaupt ist?

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Rössler: Genau. Man hat da so Theorien, die einem voraussagen, dass es gehen könnte und dass es sogar gehen sollte. Aber ganz sicher kann man sich dabei nicht sein. Das ist ja bei allen physikalischen Theorien so, dass man nicht alles durchschaut, worauf es ankommt und man so lange im Dunkeln tappt, bis man etwas fängt und dann von einer Erkenntnis spricht!

Golem.de: Und wie erkennt man, dass man jetzt ein schwarzes Loch gebaut hat?

Rössler: Ja, das ist eine ganz wichtige Frage! Es stellte sich heraus, dass man die Dinger überhaupt nicht finden kann. Obwohl man sie erzeugt hat. Solange, bis es zu spät ist. Die Dinger verstecken sich, denn sie haben keine Strahlungswirkung.

Golem.de: Aber das Hawking-Theorem zu schwarzen Löchern besagt doch etwas anderes.

Rössler: Ja, es gibt dieses berühmte Theorem von Stephen Hawking. Das hat er in den 70er-Jahren aufgestellt. Danach zerstrahlen schwarze Löcher, was bedeutet, dass solche mikro schwarzen Löcher, wie sie im LHC entstehen sollen, sofort verpuffen würden. Diese Erkenntnis basiert auf den eingangs erwähnten Erkenntnissen von Wheeler. Ich kann allerdings beweisen, dass die von einem schwarzen Loch geschluckten Objekte zwar sehr wohl ihre Masse und ihren Drehimpuls behalten, ihre Energie aber verlieren.

Golem.de: Sie widersprechen ihm also?

Rössler: Ja, es ist jedoch sehr schwer, ihn anzugreifen. Nahezu die gesamte wissenschaftliche Gemeinschaft steht hinter ihm. Und so wie der durchökonomisierte Wissenschaftsbetrieb heute läuft, ist die Macht des Konsenses größer als die der Vernunft.

Golem.de: Stehen Sie denn mit dieser Meinung alleine da?

Rössler: Nein, es gibt auch andere Wissenschaftler, die das sagen. Es gibt mindestens zwei international bekannte. Einer heißt Bill Unruh aus Kanada und der andere heißt Adam D. Helfer aus den USA. Beide haben Aufsätze geschrieben, aus denen hervorgeht, dass die schwarzen Löcher wahrscheinlich nicht verdampfen. Nur beweisen können sie es nicht. Damit bin ich meines Wissens der einzige.

Golem.de: Welche Gefahr birgt denn so ein künstlich generiertes schwarzes Loch?

Rössler: Das Erstaunliche ist, kein Mensch glaubt, dass das gefährlich ist. Kürzlich war ein Leserbrief in der Zeitschrift Bild der Wissenschaft, jetzt im Januar, der den Artikel, der im September über das LHC gebracht wurde, kommentiert. Er sagt, das sei ja sehr interessant, dass man hier von dem Experiment so wunderbare Dinge erwarte, wo noch kein Mensch weiß, was überhaupt dabei herauskommt. Aber eines weiß man dagegen ganz sicher, dass es ungefährlich ist! (Lacht) Das ist absurd. Man kann nicht sagen: Ich weiß nicht, was herauskommt, aber ich weiß, dass es ungefährlich ist. Das hat dieser Leser in Bild der Wissenschaft gut aufgespießt. Diese absolut idiotische Naivität von Physikern.

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ilidan2k 17. Sep 2009

Die blöde Unterschicht? Komm mal klar du dummes etwas!

Julien 18. Sep 2008

Mir werfen sich trotzdem Fragen auf. Wenn es diese Kollisionen tagtäglich gibt, warum...

Poster 16. Sep 2008

Ich habe inzwischen rausgefunden, dass der Staat, oder auch die EU, vor allem auch die...

Gerald R. 09. Sep 2008

Ein interessanter Beitrag. Bin zwar kein Physiker aber die Aussagen machen skeptisch...

lexxoot 08. Sep 2008

hier eine kleine vorschau http://i474.photobucket.com/albums/rr101/Lexomat/Earthd.jpg


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