Debian Lenny weiter für September 2008 geplant

Release-Team hält an bisherigem Plan fest

Das Release-Team der Linux-Distribution Debian GNU/Linux hat sich zum Stand der nächsten Version "Lenny" geäußert. An der bisherigen internen Planung will man festhalten, so dass Lenny bereits im September 2008 fertig werden könnte. Unterstützt werden sie auch von neuen Mitarbeitern.

Artikel veröffentlicht am , Julius Stiebert

In seiner E-Mail gibt Marc Brockschmidt vom Debian-Release-Team eine Übersicht über die Arbeit an Lenny. Darin schreibt er, dass keine neuen Release-Blocker aufgetaucht seien und sein Team nicht damit rechne, neue zu finden. Sichergestellt werden kann hingegen derzeit noch nicht, dass alle Portierungen der Linux-Distribution dieselbe Qualität aufweisen, da noch ausreichende Informationen zu einzelnen Architekturen fehlen.

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Dennoch sei man mit der aktuellen Zeitplanung zufrieden. Demnach soll Anfang März 2008 bereits ein leichter "Soft Freeze" erfolgen. Es geht dabei hauptsächlich um Paketbetreuer, die möglichst nur noch neue Versionen in den Unstable-Zweig der Distribution hochladen sollen, wenn sie sicher sind, dass diese bis zur Veröffentlichung von Lenny stabil sind. Aus Unstable rücken diese Pakete nach Testing vor, das dann eingefroren und als stabil erklärt wird.

Bevor im April 2008 der Freeze für die Toolchain eingeleitet wird, soll es bereits eine "Bug Squashing Party" geben, und im Juli 2008 planen die Entwickler den kompletten Freeze für die Distribution, die dann im September 2008 erscheinen soll.

Debian 4.0 erschien erst Anfang 2007, womit die Entwickler für ihre Verhältnisse recht zügig an einer neuen Version der Linux-Distribution arbeiten. Die Version 4.0 brauchte noch zwei Jahre. Debian-Entwickler Martin Krafft sagte erst kürzlich, dass man auch bei der neuen Version mit den für Debian üblichen Verzögerungen rechnen müsse.

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Zu den Zielen für Lenny, das noch keine Versionsnummer trägt, zählt die volle Unterstützung von IPv6 sowie Large-File-Support und NFSv4.

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