Tele2 muss Zugang zu The Pirate Bay blockieren
Mit dem Urteil kann die IFPI einen neuen Etappensieg im Kampf gegen die schwedischen Betreiber der Piratenbucht für sich verbuchen. In ersten Reaktionen zeigten sich die Piraten enttäuscht aber entschlossen, nicht aufzugeben. Gegenüber Torrentfreak erklärte Brokep(öffnet im neuen Fenster), Mitbegründer der Pirate Bay: "Ich hoffe, die Torrent-Community versteht, was das für die dänische Bevölkerung bedeutet. Das gibt auch ein sehr schlechtes Beispiel für die Europäische Union ab und ich hoffe, alle werden dagegen ankämpfen." Als ersten Schritt wollen die Pirate-Bay-Macher neue Domains registrieren, um so die Blockade zu umgehen.
Das aktuelle Urteil ist kein Einzelfall in Dänemark. Im Jahr 2006 wurde derselbe Internetprovider, Tele2, bereits von einem Gericht gezwungen, den Zugang zu AllofMP3 zu blockieren. Die IFPI hofft nun, dass andere dänische Internetprovider nach dem Urteil freiwillige Blockademaßnahmen ergreifen werden. Dazu sagte der schwedische IFPI-Vertreter Lars Gustafsson(öffnet im neuen Fenster): "Wir werden ganz sicher alle Möglichkeiten prüfen. Natürlich glauben wir, dass alle seriösen Provider Pirate Bay aussperren sollten."
Sebastian Gjerding, Sprecher der schwedischen Lobby-Organisation Piratgruppen, kritisierte das aktuelle Urteil gegenüber Torrentfreak: "Das Urteil ist absurd. Damit wird für die dänische Bevölkerung der Zugang zum größten Distributor von Kultur und Wissen – urheberrechtlich geschützt oder nicht – blockiert. Es ist wahr, dass man über The Pirate Bay an geschütztes Material herankommt – wie über Google oder Rapidshare auch. Sollen die alle ebenfalls geschlossen werden?" [von Robert A. Gehring]
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