Schwierige Computerspiele und bessere Interfaces
In dem Spiel mussten die Spieler auf einen Gegner schießen und dabei gleichzeitig vor gegnerischen Geschossen in Deckung gehen. Eine Kamera nahm dabei die Augenbewegungen des Spieler auf. Um herauszufinden, worauf sich die Aufmerksamkeit der Spieler richtete, testeten die Forscher ihre Reaktionen auf Bilder, die plötzlich irgendwo auf dem Bildschirm erschienen.
Die Wissenschaftler gelangten dabei zu zwei Erkenntnissen: Richtet ein Mensch seine Aufmerksamkeit auf einen festen Punkt in einer komplexen Szenerie, kann er sich nur schwer davon lösen und seine Aufmerksamkeit auf ein neues Objekt richten. Außerdem konnten Clark und sein Kollege Li Jie frühere Forschungen bestätigen, wonach wir, wenn wir auf ein bewegtes Objekt schauen, unsere Aufmerksamkeit auf einen Punkt etwas davor richten.
Clark ist überzeugt, dass es mit diesen Ergebnisse möglich sein wird, in Zukunft noch schwierigere Computerspiele zu entwickeln, vor allem dann, wenn diese mit einer Einrichtung ausgestattet sind, um die Augenbewegungen zu verfolgen. Für die Spieler bedeutet das, dass ihre virtuellen Gegner dort auftauchen, wo sie es am wenigsten erwarten.
Allerdings ist es ein Nebenaspekt von Clarks Forschungsarbeit, Computerspiele schwieriger zu machen. Wichtiger sei es ihm, Dinge einfacher zu machen, sagte Clark dem britischen Wissenschaftsmagazin New Scientist(öffnet im neuen Fenster). So könnten seine Forschungsergebnisse beispielsweise für das Design von Interfaces genutzt werden. In einem Datendisplay im Helm eines Hubschrauberpiloten könnten wichtige Informationen dort eingeblendet werden, wo der Pilot sie am einfachsten sehen kann, während weniger wichtige Informationen dort auftauchen, wo sie ihn nicht von seiner Aufgabe ablenken.
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