Windows Vista SP1 ist fertig
Mit dem Service Pack 1(öffnet im neuen Fenster) erhält Windows Vista unter anderem eine neue Version des Internet Explorer, die nicht mehr die so genannte Eolas-Hürde kennt, so dass Nutzer nicht mehr das Laden einiger ActiveX-Controls explizit bestätigen müssen. Außerdem erhält Windows Vista ein neues Protokoll für die Desktop-Suche, damit sich andere Drittanbieter in diese Suchfunktion einklinken und diese durch eigene Routinen ersetzen können. Die Änderung geht auf eine Beschwerde von Google beim US-Justizministerium zurück.
Illegale Kopien von Vista sollen es mit dem SP1 nochmal schwerer haben. Hält sich Vista für eine illegale Kopie, soll sich der Aktivierungsprozess nicht mehr durch Modifikationen umgehen lassen. Außerdem schaltet Windows Vista dann keine Komponenten mehr ab, wenn es den Status einer illegalen Kopie trägt.
Heute, rund ein Jahr nach Erscheinen von Windows Vista, laufen laut Microsoft 98 der 100 meist genutzten Windows-Applikationen unter Vista. Zudem unterstützt das Betriebssystem mittlerweile rund 78.000 Geräte, im November 2006 lag diese Zahl nur bei 34.000.
Einige der Verbesserungen des Service Pack 1 hat Microsoft bereits vorab als Einzelpatch bereitgestellt. Beispielsweise gilt dies für das Kopieren und Verschieben im Netzwerk, was nun rund 50 Prozent schneller vonstatten gehen soll. Zudem soll Vista mit SP1 auf vielen System schneller aus dem Schlafmodus aufwachen als zuvor.
Mit der Freigabe zur Produktion stellt Microsoft das Service Pack 1 für Windows Vista nun seinen OEMs zu Verfügung, die PCs so von Hause aus mit der aktuellen Version von Windows Vista ausliefern können. Zudem beginnt die Produktion von Retail-CDs sowie DVDs für Unternehmenskunden, die Microsofts Volumenlizenzen nutzen.
Wer aber hofft, das Service Pack 1 nun auch herunterladen zu können, wird enttäuscht: Es soll erst in den kommenden Monaten zum Download angeboten werden, zeitgleich mit den ersten PCs mit vorinstalliertem Windows Vista mit SP1. Dies hänge auch mit einem Fehler zusammen, der sich im Beta-Test gezeigt habe: So komme es mit einigen wenigen Gerätetreibern, die sich nicht an Microsoft Richtlinien halten, bei der Installation des Service Pack 1 zu Problemen. Das Problem lässt sich zwar durch eine Neuinstallation der Treiber beheben, dies sei aber für weniger technisch versierte Nutzer nicht zumutbar, so Microsoft. Auch wenn von diesem Problem nur eine sehr kleine Gruppe an Nutzern betroffen ist, müssen alle warten.
Erst Mitte März 2008 will Microsoft das Service Pack 1 in den ersten fünf Sprachen (Englisch, Französisch, Spanisch, Deutsch und Japanisch) für Windows Vista via Windows Update und das Download-Center bereitstellen, via Windows Update soll es allerdings nur an Nutzer ausgeliefert werden, bei denen Windows Update das Treiberproblem nicht feststellt. Im April soll das Service Pack 1 dann als automatisches Update daherkommen.
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