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Pandora - Neues vom Linux-Spielehandheld

Indirekter GP2X-Nachfolger aus der Fan-Gemeinde. Ein kleines Start-up-Unternehmen arbeitet derzeit an einem Linux-Spielehandheld mit schneller CPU, 3D-Beschleunigung, 4,3-Zoll-LCD, WLAN, Tastatur und USB-Schnittstelle. Das "Pandora" getaufte Gerät scheint sich langsam der Fertigstellung zu nähern.
/ Christian Klaß
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Entwickelt wird Pandora von Mitgliedern der Entwicklerszene rund um die ebenfalls Linux-basierten GP2X-Spielehandhelds von GamePark Holdings. Mit GamePark Holdings (GPH) oder Game Park (GP) hat das Pandora-Projekt jedoch nichts zu tun, es ist also kein direkter GP2X-Nachfolger. Dennoch hofft das Pandora-Team, die GP2X-Fan- und Entwicklergemeinde mit dem eigenen Spielehandheld anzusprechen.

Zwar sind auf der von "CraigIX" und "EvilDragon" betriebenen offiziellen Website OpenPandora.org(öffnet im neuen Fenster) bisher nur einige Pandora-Spezifikationen zu finden, doch haben Fans bereits Aussagen der Entwickler und einige Vermutungen zu einem Pandora-Wiki (öffnet im neuen Fenster) zusammengetragen. Über die durch einen Artikel bei Linux Devices(öffnet im neuen Fenster) gestiegene Aufmerksamkeit an Pandora ist das kleine Unternehmen aber nicht glücklich, da man sich – wie es CraigIX im GP2X-Forum ausdrückte – noch im Tarnmodus ("stealth mode") befinde.

Herz des Pandora ist laut den Entwicklern Texas Instruments' System-on-Chip OMAP3430, der auf ARMs Cortex-A8-CPU aufsetzt, die dem kleinen Gerät einiges an Leistung bescheren dürfte. Dazu kommt noch ein berührungsempfindliches, einklappbares 4,3-Zoll-Breitbild-LCD mit einer Auflösung von 800 x 480 Bildpunkten, das durch eine OpenGL-2.0-fähige 3D-Hardware angesteuert wird – laut Wiki wird es eine PowerVR SGX GPU.

Neben 128 MByte RAM wird Pandora auch über zwei SDHC-Speicherkarten-Steckplätze verfügen – das Wiki listet zudem noch 256 MByte internen Flash-Speicher. Zu den weiteren Schnittstellen zählen laut offizieller Website WLAN nach 802.11b/g, ein USB-Anschluss (USB Host), ein TV-Ausgang, ein Mikrofon, eine 43-Tasten-QWERTY-Tastatur und digitale sowie analoge Steuerelemente für Spiele.

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Bluetooth bietet Pandora laut Wiki nicht, könnte aber via USB extern nachgerüstet werden. Auf dem Fernsehbild und dem internen LCD können zwei unterschiedliche Inhalte angezeigt werden.

Die Stromversorgung erledigt ein Lithium-Ionen-Akku. Mit einer Größe von 140 x 83 x 27 mm soll das Gerät nur etwas größer sein als das DS Lite von Nintendo.

Während die Hardware kommerziell vertrieben werden soll, wird das Linux-basierte Pandora wie das GP2X eine offene Plattform darstellen, für die jeder entwickeln kann. Anders als bei geschlossenen Systemen wie dem Nintendo DS und der PlayStation Portable (PSP) müssen Hobby-Entwickler bei Pandora nicht erst mit Hacks experimentieren. Außerdem soll Pandora mit X11 zurechtkommen, den Browser Firefox integrieren, normale Linux-Anwendungen ausführen und mit MPlayer und VLC alle wichtigen Multimedia-Dateiformate wiedergeben können.

Bereits für das GP2X gibt es verschiedene Emulatoren für ältere Konsolen- und Automatenspiele – aufgrund seiner höheren Leistung verspricht Pandora, hier wesentlich mehr zu bieten. Neben einer PlayStation-1-Emulation soll auch eine N64-Emulation geplant sein.

Als Zeitraum für eine mögliche Fertigstellung hatten die Pandora-Entwickler ursprünglich den Dezember 2007 im Auge. Wie CraigIX Ende Januar 2008 im GP2X-Forum verkündete, ist jedoch noch einiges an Arbeit zu erledigen. Erst wenn das Unternehmen mit mehr Aufmerksamkeit fertig werden könne, soll auch die Website entsprechend erneuert werden. Im Wiki geht man davon aus, dass es im März/April 2008 so weit sein könnte, einige Entwickler sollen bald mit Mainboards bestückt werden. Den Preis für das fertige Spielehandheld hatten die Pandora-Entwickler auf 286,- Euro geschätzt und wollen ihn auch halten können.


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