Mit "Operation Tracker" gegen illegale Software-Downloads
Die britische Software-Industrie tritt schon seit längerer Zeit in die Fußstapfen der Musikindustrie. Im Internet werden die Up- und Downloader illegaler Softwarekopien von FAST anhand ihrer IP-Adressen bis zum Provider verfolgt. Vom Provider lässt sich FAST die Kundendaten aushändigen und strengt Verfahren gegen die Urheberrechtsverletzer an.
In der Ende Januar angekündigten "Phase drei" ihres Vorgehens will sich FAST nun verstärkt auf Organisationen konzentrieren, aus deren Hochgeschwindigkeitsnetzwerken heraus illegale Softwarekopien zum Download angeboten werden. Ziel der Aktion sind insbesondere "Firmenchefs, die es ihren Angestellten erlauben, das Gesetz zu brechen". FAST-Chef John Lovelock(öffnet im neuen Fenster): "Unternehmensverantwortung darf vom Management nicht ignoriert werden – Missbrauch von Software ist etwas, das Unternehmenschefs nicht einfach übersehen dürfen. Wenn Angestellte das Firmennetzwerk für illegale Aktivitäten nutzen, könnte auch die Unternehmensleitung dafür verantwortlich gemacht werden. Es geht um Diebstahl und darauf wird es die angemessene Reaktion geben."
Eine neue Generation von Filesharing-Netzwerken macht nach Aussage der Verfolger ein neues Vorgehen notwendig. Statt ganzer Dateien lassen sich über die neuen P2P-Netze illegale Softwarekopien stückweise verbreiten. Das erschwert aus Sicht von FAST die Ermittlungen. Doch John Lovelock ist optimistisch: "Der Marsch der Technologie hilft sowohl dem Gesetzesbrecher als auch dem Ermittler."
Die Federation Against Software Theft (FAST) ist ein 1984 von Softwareherstellern gegründetes Unternehmen, das den Auftrag hat, gegen Einsatz und Verbreitung nicht lizenzierter Softwarekopien vorzugehen. [von Robert A. Gehring]
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