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IG Metall droht Nokia mit hohen Sozialplan-Forderungen

IG-Metall-Chef stellt Shareholder-Value-Prinzip in Frage. In den Streit um die drohende Nokia-Werksschließung in Bochum hat sich nun auch IG-Metall-Chef Berthold Huber eingemischt und den Finnen mit dem "teuersten Sozialplan, den das Land je gesehen hat", gedroht. Derzeit stehe ein Sozialplan allerdings noch gar nicht zur Debatte – man wolle Arbeitsplätze erhalten, so Huber.
/ Andreas Donath
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Gegenüber dem Tagesspiegel sagte der IG-Metall-Chef, falls das Unternehmen sich nicht umstimmen lasse, "verliert Nokia Ansehen in Deutschland, auf Europas größtem Markt. Die Empörung bei den Menschen ist riesengroß. Ich erinnere nur an AEG Electrolux. Diese Marke hat nach wie vor gravierende Einbußen auf dem deutschen Markt in Folge der Werksstilllegung in Nürnberg", sagte der IG-Metall-Chef.

Der Gewerkschaftsboss forderte neue Gesetze, da sonst nur noch das Profitstreben das Geschehen bestimme und die Menschen zum Spielball werden. "Zivilisatorische und demokratische Errungenschaften sind bedroht, wenn Konzerne, die ausschließlich nach Höchstprofiten gieren, bestimmen, was mit den Menschen passiert." Es sei ein Hohn, dass Verlagerungskosten in Deutschland als Betriebsausgaben steuerlich absetzbar seien.

Der Gewerkschafter fordert, dass die Shareholder-Philosophie in Frage gestellt werden muss, und erinnerte an das Grundgesetz, nach dem Eigentum auch verpflichtet.


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