Microsoft will Windows Vista und XP sicherer machen
DEP, auch als NX (für No eXecute) bekannt, soll verhindern, dass Programmcode aus Speicherbereichen ausgeführt wird, die reinen Daten vorbehalten sind. Angreifer benutzen dieses Verfahren oft, um bei einem Buffer Overrun Zugang zum System zu bekommen und bösartige Software zu installieren. Mit aktiviertem DEP beendet das Betriebssystem ein Programm, sobald es einen Versuch bemerkt , unerlaubten Programmcode auszuführen.
Um Microsofts Software-DEP(öffnet im neuen Fenster) zu aktivieren, mussten Entwickler bereits beim Kompilieren der Software entsprechende Vorkehrungen treffen. Zur Laufzeit konnte es dadurch beim Laden von DLLs, die DEP nicht unterstützen, zu Problemen kommen. Inkompatibilitäten entstehen vor allem dann, wenn die Entwickler auf ältere Versionen der Active Template Library (ATL) zurückgreifen.
Der bisherige Prozess der DEP-Konfiguration erfordert Eingriffe in den Boot-Prozess des Betriebssystems, womit viele Anwender überfordert sind. Damit Entwickler und Anwender in Zukunft mehr Flexibilität beim Einsatz von DEP haben, führt Microsoft mit den kommenden Service-Packs für Vista und XP neue Programmschnittstellen (APIs) für DEP ein, berichtet die Computerworld(öffnet im neuen Fenster) . Auch das kommende Windows 2008 soll bereits mit den neuen APIs arbeiten. Damit wird es möglich, DEP für einzelne Programme zur Laufzeit ein- oder auszuschalten. Bei der Auslieferung eines Programmes kann DEP aktiviert sein und es bleibt dem Anwender überlassen, es bei Problemen mit seiner spezifischen Software-Umgebung per Schalter zu deaktivieren. [von Robert A. Gehring]