Für 1,- Euro pro Minute aus dem Flugzeug telefonieren
Henry Shabat, CEO von Aerophone, beteuert, dass sein System alle vier GSM-Bänder (850/900/1800/1900 MHz) unterstützt. Mit Hilfe von Picozellen innerhalb großer und kleiner Flugzeuge sowie Servern und Transceivern in großen Maschinen würden kleine GSM-Zellen etabliert, die die Telefonate über Telekommunikationssatelliten weiterleiten. Die elektromagnetische Strahlung der Mini-Zellen soll dabei keine negativen Auswirkungen auf die Bordelektronik haben.
Bei kleinen Flugzeugen erfolgt die Übergabe der Handy-Gespräche vom Flugzeug aus an ein Satelliten-Telefonsystem. Die in erdnahen Umlaufbahnen kreisenden Trabanten können laut Aerophone dabei bis zu 24 Gespräche gleichzeitig über mehrere Empfangsstationen und Gateways an erdgebundene Telefonnetze weitergeben. In größeren Fliegern wird zusätzlich ein Transceiver für das Ku-Band (10,7 bis 17,8 GHz) eingesetzt, dann sollen bis zu 96 Gespräche gleichzeitig möglich sein. Bislang sollen aufgrund begrenzter Bandbreite lediglich SMS und Telefongespräche übertragen werden können.
Aerophone schlägt Verbindungskosten von 1,60 US-Dollar (etwa 1,- Euro) pro Minute vor. Das System soll in puncto Installation und Wartung für die Fluggesellschaften kostenlos sein, Aerophone will über eine prozentuale Beteiligung an den Einkünften der Netzbetreiber verdienen. Das Unternehmen machte keine Angaben dazu, ab wann das System in Flugzeugen zu finden sein wird und welche Fluggesellschaften diese Option anbieten werden.
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