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Französische Gendarmerie steigt auf Linux um

Einsparungen von 7 Millionen Euro pro Jahr erwartet. Die Gendarmerie in Frankreich beginnt in diesem Jahr mit der Umstellung aller ihrer 70.000 Arbeitsplatzcomputer von Windows XP nach Linux. Das stellt eine der größten Migrationen auf ein Open-Source-Betriebssystem weltweit dar.
/ Jens Ihlenfeld
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In Zukunft werden französische Gendarmen immer häufiger mit Linux arbeiten. Wie verschiedene französische Medien berichten, werden schrittweise alle Arbeitsplatzcomputer der Gendarmerie mit Ubuntu-Linux ausgerüstet. Damit folgt die Gendarmerie dem Vorbild der französischen Nationalversammlung, die auf 1.200 PCs ebenfalls Ubuntu einsetzt. Sobald bei der Gendarmerie ein existierender PC durch einen neuen ersetzt wird, wird auf diesem Linux laufen. Dieses Jahr werden es voraussichtlich 5.000 bis 8.000, in den folgenden Jahren jeweils 12.000 bis 15.000 PCs sein, die von der Umstellung betroffen sind. Die Umstellung wird 2013 bis 2014 abgeschlossen sein. Die Server der Gendarmerie selbst laufen bereits unter Debian.

Die Migration ist seit mehreren Jahren systematisch vorbereitet worden. Nach und nach wurden wichtige proprietäre Applikationen durch Open-Source-Äquivalente ersetzt. Eine Schlüsselrolle kam dabei dem Firefox-Browser und der freien Bürosoftware OpenOffice zu. Das kommentierte(öffnet im neuen Fenster) Nicolas Geraud, Referent bei der für die Informationstechnologie zuständigen Direktion der Gendarmerie, auf einer in Paris Ende Januar stattfindenden Linux-Messe so: "2004 mussten wir 13.000 Office-Lizenzen für unsere PCs kaufen. In den letzten drei Jahren haben wir höchstens 27 erworben." Bei der Gendarmerie geht man von möglichen Einsparungen von bis zu 7 Millionen Euro pro Jahr aus.

Die Gendarmerie ist eine landesweit operierende Polizei, die dem Verteidigungsministerium unterstellt ist. [von Robert A. Gehring]


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