GPS-Modul versieht Bilder selbsttätig mit Geotags
Zu dem System gehört eine kleine GPS-Einheit, die im Moment des Auslösens den Standort des Motivs erfasst. Das Problem bei der Verarbeitung von GPS-Daten ist jedoch, dass die Lokalisierung etwa eine halbe Minute dauert und deshalb die Lebensdauer der Kamera-Akkus beeinträchtigt. Geotate hat deshalb die Standorterfassung und Datenverarbeitung getrennt.
Bei der Standorterfassung werden in Sekundenbruchteilen nur einige wenige rohe GPS-Daten auf die Speicherkarte geschrieben. Die eigentliche Verarbeitung erfolgt dann am heimischen Rechner: Auf dem ist eine Software installiert, die vom Geotate-Server die Daten über die Position der Satelliten im Moment der Aufnahme abruft. Daraus errechnet die Software dann die Geodaten für ein Bild.
Nach Auffassung von Geotate sollen Kamerahersteller in Zukunft das etwa 7 Millimeter große GPS-Modul in Kameras integrieren, das im ersten Quartal 2008 als kommerzielles Produkt zur Verfügung stehen soll. Geotate-CEO Hans Streng glaubt, dass in den nächsten anderthalb bis zwei Jahren rund 4 Millionen Kameras mit einer Geo-Tagging-Funktion ausgestattet werden. Angetrieben werde der Markt nach Ansicht von Geotate durch das Social Networking.
Geotate ist ein Tochterunternehmen des niederländischen Chipherstellers NXP Semiconductors. Der wiederum ist die ausgegliederte Chipsparte von Philips.