Motorolas neue Ausrichtung: Abspaltung der Handy-Sparte?
Nachdem Motorola im Laufe des Jahres 2007 von Platz zwei auf den dritten Rang im weltweiten Handymarkt abgesackt ist, besteht akuter Handlungsbedarf. Greg Brown flüchtet sich derweil in vage Versprechen: "In all unseren Geschäftsbereichen sitzen gute Leute, wir haben gute Produkte und viele Patente. Damit stehen uns eigentlich alle Möglichkeiten offen, zum Marktführer zu werden."
Die Realität sieht anders aus: Seit Monaten kam bei Motorola kein wirklich neues oder innovatives Mobiltelefon mehr auf den Markt, im Gegenteil: Der Hersteller recycelt seine schon ein paar Jahre alten Modelle, stockt dabei nur die Auflösung der Kamera auf oder erweitert die Musik-Player-Funktionen. Auch die beiden jüngst auf der CES in Las Vegas vorgestellten Modelle ROKR E8 und Moto Z10 konnten kein Aufsehen erregen.
Die fehlende Innovationskraft spiegelt sich auch im Umsatz wider: 2007 rutschte dieser von 42,85 Milliarden US-Dollar auf 36,62 Milliarden US-Dollar Jahresumsatz. Zudem muss Motorola einen Verlust in Höhe von 49 Millionen US-Dollar verkraften. Noch ein Jahr zuvor lag der Gewinn bei 3,67 Milliarden US-Dollar.
Im Oktober 2006 gab sich Motorola kampfesmutig und verkündete, die Marktführerschaft im Handy-Markt übernehmen zu wollen. Dieses Ziel wurde nun mehr als verfehlt und der Konzern ist davon noch weiter entfernt als im Oktober 2006.
Noch will Brown nicht konkret verkünden, was sich ändern wird, denn erst soll der Vorstand eine neue Strategie absegnen.
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