Microsoft beschuldigt IBM, gegen OOXML zu wettern

IBM soll Kampagne gegen ISO-Standard führen

Microsoft beschuldigt IBM, eine Kampagne gegen die ISO-Standardisierung des Office-Open-XML-Formates zu führen. Dieses wurde im September 2007 von der ISO vorerst als Standard abgelehnt, hat aber im Februar 2008 erneut die Chance, standardisiert zu werden. Ohne IBM wäre dies schon geschehen, so Microsoft.

Artikel veröffentlicht am , Julius Stiebert

Die Kampagne gegen Office Open XML (OOXML) gehe alleine von IBM aus, so Jean Paoli, "Senior Director of XML Technology" bei Microsoft gegenüber ZDNet Australien. Ohne IBM wäre die Standardisierung ganz normal verlaufen, so Paoli. IBM hatte bei der Abstimmung der Normungsinstitution Ecma die einzige Gegenstimme abgegeben.

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Nun würde das Unternehmen verdeckte Taktiken anwenden, um die ISO-Standardisierung des Dateiformates zu verhindern, erklärte Paloi ZDNet. Nicos Tsilas, "Senior Director Interoperability and IP Policy" bei Microsoft, sagte weiter, dass IBM und die Free Software Foundation Lobbyarbeit bei Regierungen betreiben würden, um diese dazu zu bringen, sich für das konkurrierende Format Open Document (ODF) exklusiv unter Ausschluss anderer Standards zu entscheiden.

Es gehe nun um eine religiöse und politische Debatte, erklärte Tsilas. Seiner Ansicht nach handelt IBM so, um sich einen Vorteil für das eigene Geschäftsmodell zu verschaffen. Über 50 Prozent des Umsatzes bei IBM stamme aus Beratungsdiensten, durch die Open-Source-Firmen Geld verdienen würden, während Microsoft Lizenzen verkaufe. IBM schlage Regierungen vor, ausschließlich Open-Source-Produkte zu kaufen - so etwas schade jedoch Microsofts Gewinn.

IBMs Vorgehen sei ein neuer Weg, Regulierungen würden für den Wettbewerb verwendet, da das Unternehmen technisch nicht mit Microsoft konkurrieren könne. Microsoft hingegen habe sich nie aggressiv verhalten, wenn es um Standards ging, und beispielsweise nicht gegen die ODF-Standardisierung gestimmt, so Paoli. Es gebe absolut keine Parallele zwischen Microsofts Verhalten während des ODF-Standardisierungsprozesses und dem, was IBM nun tue.

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Schon im Februar 2007 hatte Microsoft IBM vorgeworfen, Nutzern ODF aufzuzwingen. Bei der Abstimmung im September 2007 wurde OOXML nicht als ISO-Standard akzeptiert, 2008 folgt jedoch eine erneute Abstimmung.

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sup 08. Feb 2008

Dann mal viel Spaß, wenn du IBM-Produkte auch wirklich einsetzen willst ...

Skeptiker 08. Feb 2008

Sicher, aber zum einen welches ODF? ODF1.0 (ISO-Standard), ODF1.1 (oasis aber NICHT ISO...

MartinTUX 01. Feb 2008

Da erkennt man die geistige Reife von Microsoft. Das einzige was Microsoft will ist die...

gschmitt 31. Jan 2008

Lol, so wird aus dem Bug ein Feature... ist ja nichts Neues :) gschmitt



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