Abo
  • Services:
Anzeige

A9.com patentiert HTTP-Redirects

404 Bitte zahlen?

Gestern hat das US-Patentamt den Erfindern Jeff Bezos, Udi Manber, Lawrence Tesler und Jonathan Leblang ein Patent unter anderem auf angepasste 404-Fehlermeldungen von Webservern erteilt.

Das US-Patent Nr. 7,325,045 mit dem Titel "Methoden zur Fehlerverarbeitung um einem Nutzer ansprechende Inhalte zu präsentieren, wenn ein Seitenladefehler auftritt" hat es in sich. Zusammengefasst beschreibt es ein Client-Server-System mit Redirects bei fehlerhaften HTTP-Seitenaufrufen. Das Patent wurde 2003 angemeldet, zu einem Zeitpunkt, als der Apache-Webserver schon seit Jahren die ErrorDocument-Methode beherrschte und der Internet-Explorer angepasste Fehlermeldungen.

Anzeige

In der zweiten Auflage des Standardwerks Apache - The Definitive Guide, 1999 im O'Reilly-Verlag erschienen, werden Apache-Redirects zur Fehlerbehandlung erläutert. Mehrere Patentansprüche des Patents 7,325,045 ("A system for handling page request errors, ... ") weisen da große Ähnlichkeiten auf. Ein guter Teil der Ansprüche lässt sich so lesen, als würden Apache-Funktionen aufgezählt. Beispielsweise lautet Anspruch 4 (in Übersetzung): "Das System aus Anspruch 1, wobei der Server, der die Fehler bearbeitet, auf eine Tabelle zugreift, die spezifischen URLs auf URLs von anderen Objekten abbildet, und die Tabelle benutzt, um wenigstens einige der anderen Objekte dem Nutzer zu präsentieren." Die eigentliche Fehlerbehandlung läuft hier, wie bei Apache, rein serverseitig ab. An anderen Stellen setzen die Patenansprüche wiederum einige Intelligenz auf Seiten der Client-Komponente ("in Verbindung mit oder als Bestandteil eines Browserprogramms") voraus. Nun verfügte aber bereits der Internet Explorer 5 (vorgestellt im März 1999) über die Fähigkeit, einige Standard-Fehlermeldungen von Webservern durch so genannte "friendly http error messages" zu ersetzen. Die im Patentanspruch beschriebene Komponente geht nur wenig darüber hinaus, ein Hinweis auf die Fähigkeiten des IE 5 fehlt.

Es lässt sich im Detail diskutieren, wo die von Amazon-Gründer Bezos & Co. zum Patent angemeldeten Ansprüche tatsächlich innovativ sind und wo sie lediglich eine Kombination schon 2003 bekannter Technologien beschreiben. In der Breite, wie die Ansprüche in der Patentschrift angemeldet und erteilt worden sind, drängt sich jedenfalls der Eindruck auf, dass bei der Patentprüfung - wieder einmal - nicht die gebotene Sorgfalt an den Tag gelegt wurde. Aber es bleibt wohl den Gerichten oder einem Einspruchsverfahren überlassen, das auszuloten. [von Robert A. Gehring]


eye home zur Startseite
Clemaz 06. Apr 2008

nice work, brother

homers 31. Jan 2008

nain! >.<

RanTanPlan 31. Jan 2008

So traurig das auch klingt, aber sooo abwegig ist das garnicht. Die patentieren ja sogar...

Alles-Patentierer 31. Jan 2008

Klar muss es das! Ich hab heut morgen einen Riesenhaufen gelegt ... und lasse jetzt das...


bastelschubla.de / 31. Jan 2008

404 - Wir akzeptieren auch Kreditkarten...

Teamzille.de / 30. Jan 2008

Patent auf Redirects im Fehlerfall



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Bundesamt für Verfassungsschutz, Köln
  2. über Hanseatisches Personalkontor Mannheim, Mannheim
  3. T-Systems International GmbH, Aachen
  4. Bechtle GmbH IT-Systemhaus, Nürtingen


Anzeige
Top-Angebote
  1. 4,44€
  2. 99€ für Prime-Mitglieder
  3. 99€ (nur bis Montag 9 Uhr)

Folgen Sie uns
       


  1. Mass Effect

    Bioware erklärt Arbeit an Kampagne von Andromeda für beendet

  2. Kitkat-Werbespot

    Atari verklagt Nestlé wegen angeblichem Breakout-Imitat

  3. Smarter Lautsprecher

    Google Home erhält Bluetooth-Zuspielung und Spotify Free

  4. Reverb

    Smartphone-App aktiviert Alexa auf Zuruf

  5. Bildbearbeitung

    Google-Algorithmus entfernt Wasserzeichen auf Fotos

  6. Ladestationen

    Regierung lehnt Zwangsverkabelung von Tiefgaragen ab

  7. Raspberry Pi

    Raspbian auf Stretch upgedatet

  8. Trotz Förderung

    Breitbandausbau kommt nur schleppend voran

  9. Nvidia

    Keine Volta-basierten Geforces in 2017

  10. Grafikkarte

    Sonnets eGFX Breakaway Box kostet 330 Euro



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Threadripper 1950X und 1920X im Test: AMD hat die schnellste Desktop-CPU
Threadripper 1950X und 1920X im Test
AMD hat die schnellste Desktop-CPU
  1. Ryzen AMD bestätigt Compiler-Fehler unter Linux
  2. CPU Achtkerniger Threadripper erscheint Ende August
  3. Ryzen 3 1300X und 1200 im Test Harte Gegner für Intels Core i3

Sysadmin Day 2017: Zum Admin-Sein fehlen mir die Superkräfte
Sysadmin Day 2017
Zum Admin-Sein fehlen mir die Superkräfte

Ausweis: Prepaid-Registrierung bislang nicht konsequent umgesetzt
Ausweis
Prepaid-Registrierung bislang nicht konsequent umgesetzt
  1. 10 GBit/s Erste 5G-Endgeräte sind noch einen Kubikmeter groß
  2. Verbraucherzentrale Datenlimits bei EU-Roaming wären vermeidbar
  3. Internet Anbieter umgehen Wegfall der EU-Roaming-Gebühren

  1. Re: Es gibt einen grundsätzlichen Denkfehler bei...

    derdiedas | 17:17

  2. Re: Viele Hersteller würden sich freuen,

    DonKamillentee | 17:17

  3. Re: Ach Bioware....

    Das... | 17:13

  4. Re: Danke Electronic Arts...

    gaym0r | 17:08

  5. Re: Finde ich gut

    User_x | 17:07


  1. 13:33

  2. 13:01

  3. 12:32

  4. 11:50

  5. 14:38

  6. 12:42

  7. 11:59

  8. 11:21


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel