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BBC nutzt Linux in der TV-Produktion

Eigenentwicklung ist als Open Source verfügbar

Auf der Konferenz Linux.conf.au hat Stuart Cunningham von der BBC einen Vortrag über Ingex gehalten, eine Software, die die Rundfunkanstalt zur digitalen TV-Produktion entwickelt hat. Auf fehleranfällige Bänder kann so verzichtet werden. Die Software gibt es auch für jeden zum Download.

Nicht nur teuer, sondern auch fehleranfällig seien die digitalen Bänder, die die BBC zur Produktion ihres Programms verwendet, erzählte Stuart Cunningham in seinem Vortrag auf der Linux.conf.au, von der die australische Computerworld berichtet. Zudem müssten diese Bänder in Echtzeit kopiert werden, was entsprechend Zeit koste. Um dieses Problem zu lösen, müsse man auf das Material-Exchange-Format (MXF) setzen, mit dem sich mehr Daten platzsparender speichern lassen, so Cunningham.

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Um die bandlose TV-Produktion zu ermöglichen, hat das BBC-Forschungs-Team die Software Ingex entwickelt, die unter Linux läuft. Ingex wird verwendet, um das aufgenommene Material aus dem Studio zur Post-Produktion zu bringen, indem es per Serial Digital Interface (SDI) abgefangen wird. Die BBC kann so auf handelsübliche Computer setzen, die mit einer SDI-Karte ausgerüstet werden - mit einem Preis zwischen 1.000,- und 5.000,- US-Dollar die teuerste Komponente. Ingex kodiert die Daten dann mit Ffmpeg und schreibt MXF-Dateien. Diese werden entweder auf einem NAS-Server abgelegt oder auf einer USB-Festplatte transportiert und in der Post-Produktion mit Avid-Software bearbeitet.

Die Gruppe nutzt zwei Systeme, die je zwei Intel-Quad-Core-Prozessoren, 4 GByte RAM und 4 TByte Speicher haben. Dabei kommt OpenSuse mit dem XFS-Dateisystem zum Einsatz, da sich dieses in Tests als leistungsfähigstes Dateisystem beim Schreiben von Videos mit hoher Bitrate erwies. Ein Entwickler wurde zudem dafür bezahlt, einen DVCPRO50-Codec für Ffmpeg zu entwickeln, der Hardware-Decoder übertreffen soll.

Verwendet wurde das System laut Cunningham bereits für die Show Dragon's Den sowie für ein Musikvideo der Foo Fighters. Auch die Seifenoper EastEnders nutzt nun Ingex, anstatt weiter auf die Digitalbänder zu setzen. Hierfür wurde ein NAS-Server mit 10 TByte Speicher und Samba aufgesetzt, allerdings konnten die Produzenten nicht überzeugt werden, so dass weitere Bänder verwendet werden. Die nächste Variante des Servers soll zur besseren Datensicherheit RAID 5 verwenden. Cunninghams Plan ist, dass Produktionen komplett über sein System abgewickelt werden und Bänder nur noch zu Backup-Zwecken zum Einsatz kommen.

Die High-Definition-taugliche Software hat die BBC unter der GPL veröffentlicht und ein Sourceforge-Projekt gestartet. Dort gibt es neben den nötigen Komponenten auch die Dokumentation. Die BBC will langfristig ihr Archiv auf Bänder, die dem LTO-Standard entsprechen, übertragen und womöglich auch auf Festplatten speichern.


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Nameless 15. Feb 2008

1. Welcher Entwickler wurde beauftragt? 2. Wird der DVCPRO50-Codec auch als Open Source...

huahuahua 31. Jan 2008

Nichtbestätigten Gerüchten zur Folge soll bei BBC neben dem Linux-System auch ein Windows...

medion 30. Jan 2008

öhmm... du weißt aber schon, dass auch medion-rechner mittlerweile e-SATA Anschlüsse...

EgoTroubler 30. Jan 2008

Brrrr... für Testkisten oder @Home ja ok aber in de Produktion *autsch*

mediaprducer 30. Jan 2008

für kleinere produktionen durchaus sinnvoll ... aber der prof bereich kommt nicht an...



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