StudiVZ will sich mit neuer Software gegen Facebook rüsten
Die Softwareplattform von StudiVZ wurde in den letzten sechs Monaten komplett neu geschrieben, sagte StudiVZ-Chef Marcus Rieke der FAZ(öffnet im neuen Fenster). Einst hatte StudiVZ vor allem durch Sicherheitslücken für Schlagzeilen gesorgt, mittlerweile aber stellt StudiVZ mit den Websites StudiVZ und SchülerVZ mit zusammen über 10 Milliarden PageImpression die laut IVW derzeit größten Webangebote in Deutschland. Allerdings steht das einstige US-Vorbild für StudiVZ, Facebook, vor dem Eintritt in den deutschen Markt.
Auf Basis der neuen Software-Architektur sollen sich neue Funktionen viel schneller entwickeln als bisher und auch Schnittstellen für externe Entwickler will StudiVZ anbieten. Neben einem proprietären API will sich StudiVZ womöglich auch OpenSocial öffnen. Zudem soll die neue Plattform neue Optionen zum Schutz der Privatsphäre bieten: "Zum Beispiel haben uns viele Mitglieder gesagt, sie möchten nicht, dass ein Personalleiter ihre Partyfotos sehen kann. Die neuen Optionen geben den Nutzern filigrane Einstellungsmöglichkeiten, wer ihre Seiten anschauen und was andere Nutzer dort sehen können", so Rieke gegenüber der FAZ.
Ein "News-Feed", wie ihn Facebook bietet, ist bei StudiVZ derzeit nicht in Planung, "aber das prüfen wir sehr gründlich", sagte Marcus Rieke. Er bestätigte gegenüber der FAZ auch Pläne für ein weiteres Angebot, das im Segment oberhalb von StudiVZ angesiedelt sein soll. Mit SchülerVZ hatte StudiVZ nach unten erweitert. Heute zählt StudiVZ 4,8 Millionen Mitglieder, aber in Deutschland, Österreich und der Schweiz gibt es nur 3,5 Millionen Studenten. Insgesamt haben die Plattformen des zur Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck gehörenden Unternehmens rund 7,5 Millionen Mitglieder, Ende 2008 sollen es 14 Millionen sein.
Im Kerngeschäft StudiVZ arbeitet das Unternehmen laut Riecke profitabel, anders sieht dies derzeit bei SchülerVZ und im Auslandsgeschäft aus, so dass das Unternehmen unter dem Strich noch Verluste macht.
[Golem.de gehört wie StudiVZ zur Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck]
- Anzeige Hier geht es zu Hacking & Security: Das umfassende Handbuch bei Amazon Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.



